Kooperation europäischer Medienhäuser Europas Flüchtlingsrouten


Irgendetwas ist passiert im Mittelmeer im Sommer 2017. Die Flüchtlinge kommen nicht mehr, zumindest nicht mehr in so großer Zahl wie noch im Vorjahr.

Das ist kein Zufall, sondern das Resultat europäischer Politik. Ziel ist es, das Problem dorthin zurückzudrängen, wo es herkommt. Dafür werden Rettungsmissionen im Mittelmeer ausgesetzt. Es werden Hilfsleistungen an afrikanische Länder gezahlt - gegen die Zusicherung, dass Menschen die Ausreise schwerer gemacht wird. Es werden Küstenwachen unterstützt und aufgerüstet: wie in Libyen. Zugleich bleibt die Flüchtlingssituation in anderen Teilen des Mittelmeers extrem angespannt, etwa auf den griechischen Inseln.

Gelöst ist das Problem also keineswegs. Es wird nur verlagert, gerät aus den Augen. Auch in den Medien flaut das Interesse ab.

Um dem entgegenzuwirken, haben sich sechs europäische Medienhäuser zusammengetan. Reporter wurden ausgesandt, um eine Woche lang aus der Region zu berichten: Von Gefangenenlagern in Libyen, über entvölkerte Dörfer in Westafrika, bis zu den überfüllten Flüchtlingscamps in Griechenland. Bis Samstag ist jeden Tag ein anderes Land und ein anderes Medium an der Reihe.

Claus Norgaard


Das ist das Team:

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AxelSchudak 09.11.2017
1. Fragen..
Vier Fragen an unsere Medienkooperation: 1.) Wie viele Menschen sind bereit, nach Europa einzuwandern? 2.) Wie viele Menschen kann Europa aufnehmen? 3.) Wie sollte man diejenigen, die Europa aufnehmen KANN, auswählen? 4.) Wie hält man diejenigen zurück, die Europa nicht aufnehmen kann? Aufklärung ist gut, darf aber die grundsätzliche Fragestellung nicht als moralisch unsauber brandmarken. Guter Journalismus sollte weiter gehen. Gerne kann (für diesen Artikel) noch die Frage hinzufügen: 5.) Wie bringt man Menschen dazu, ihre Heimat zu verbessern anstatt zu verlassen. Aber diese ersetzt die ersten vier Fragen nicht
Okello 12.11.2017
2. Antworten
Zitat von AxelSchudakVier Fragen an unsere Medienkooperation: 1.) Wie viele Menschen sind bereit, nach Europa einzuwandern? 2.) Wie viele Menschen kann Europa aufnehmen? 3.) Wie sollte man diejenigen, die Europa aufnehmen KANN, auswählen? 4.) Wie hält man diejenigen zurück, die Europa nicht aufnehmen kann? Aufklärung ist gut, darf aber die grundsätzliche Fragestellung nicht als moralisch unsauber brandmarken. Guter Journalismus sollte weiter gehen. Gerne kann (für diesen Artikel) noch die Frage hinzufügen: 5.) Wie bringt man Menschen dazu, ihre Heimat zu verbessern anstatt zu verlassen. Aber diese ersetzt die ersten vier Fragen nicht
Antworten aus afrikanischer Sicht: 1. Ganz wenige. Die meisten wollen nur etwas Geld aus Europa nach Hause bringen. Damit erübrigen sich die Fragen 2, 3 und 4. 5. Afrikaner wollen ihre Heimat verbessern. Es sind in erster Linie Europäer und Amerikaner die sie daran hindern im Namen billiger afrikanischer Rohstoffe und sozialer Masturbation die "Entwicklugshilfe" genannt wird. Die Flüchtligswelle ist das Ergebnis von Jahrzehnten an Raubbau und des Aufbaus eines Bildes vom "Goldenen Europa" durch "Hilfs"-Organisationen die, aus der afrikanischen Sicht, Geld das in Europa nicht gebraucht wird in Afrika verteilen. Nun wollen alle Afrikaner die bei der Verteilung zu kurz gekommen sind selbst etwas Geld aus Europa holen um sich etwas in Afrika aufzubauen. Was helfen würde, ist ein kommerzielles Programm das die untersten Gesellschaftsschichten besser stellt. Das widerspricht aber z.B. deutschen Entwicklugshilfe-Gesetzen die keine Gewinnorientierte Unterstützung vorsehen, sondern nur das schaffen von Abhängigkeiten durch verteilen von "Hilfe". Dabei können nur ein gewinnorientierte Projekte sich auf die Dauer selbst tragen. Ich stehe für weitere Fragen zur Verfügung: spon@Place.Ug
mundi 12.11.2017
3. Kontraproduktiv
Ärgerlich dabei ist aber besonders, wenn Länder, die diese illegale Einwanderung nicht wollen, medial schlecht gemacht errden, besonders in Deutschland. Trotz der Eu, es gibt noch einen Rest der Selbstbestimmung eines Mitgliedlandes über seine Souverenität. Da erzeugt der Druck nur das Aufflammen nationalistischer Gefühle. Sehr kontraproduktiv für das künftige Zusammenwachsen des Hauses Uropa.
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