Korea-Konflikt: Regime in Pjöngjang droht USA offiziell mit Atomangriff

Demonstration am 3. April in der nordkoreanischen Stadt Nampo: Alles für den Sieg über Südkorea und die USA Zur Großansicht
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Demonstration am 3. April in der nordkoreanischen Stadt Nampo: Alles für den Sieg über Südkorea und die USA

Seit Tagen warnt Nordkoreas Führung die USA vor einem Atomschlag - nun verschärft sie diese Drohung: Pjöngjang hat Washington formell darüber informiert, dass ein Angriff ohne jede Rücksicht genehmigt sei. Allerdings verfügt das Land nicht über Raketen, die das amerikanische Festland erreichen können.

Seoul - Im Konflikt mit Südkorea und den Vereinigten Staaten ist Nordkorea weiter auf Konfrontationskurs gegangen: Ein Atomangriff auf die USA sei endgültig genehmigt worden, erklärte der Generalstab der nordkoreanischen Volksarmee am Mittwoch über die amtliche Nachrichtenagentur KCNA. In der Erklärung seien das Weiße Haus und das Pentagon formell darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass militärische "Operationen ohne jede Rücksicht" nun bewilligt seien. Das schließe auch Atomwaffen neuester Bauart ein.

Nordkorea verfügt nach Ansicht von Experten allerdings nicht über die technischen Mittel, das amerikanische Festland mit Langstreckenraketen anzugreifen. Doch ein Angriff mit Mittelstreckenraketen etwa auf die US-Truppen in Südkorea oder Militärstützpunkte in Japan läge durchaus im Bereich des Möglichen. Zuletzt nannte Nordkorea konkret die Pazifikinseln Guam und Hawaii als mögliche Ziele. Das Pentagon gab bereits am Mittwochabend bekannt, die US-Armee werde in den kommenden Wochen ein Thaad-Raketenabwehrsystem zur Pazifikinsel Guam bringen.

Die Lage auf der koreanischen Halbinsel ist seit einigen Wochen stark angespannt. Die Regierung in Pjöngjang hatte in den vergangenen Tagen bereits mehrfach mit einem Atomangriff auf die USA gedroht. Angesichts der Drohungen haben die USA ihre militärische Präsenz in der Region verstärkt. Die Marine verlegte eine gigantische schwimmende Radarstation in das Seegebiet und schickte zwei Zerstörer. Tarnkappenbomber nahmen an einem gemeinsamen Manöver mit Südkorea teil, auch Tarnkappenjäger entsandte die US-Luftwaffe.

Am Wochenende hatte Pjöngjang erklärt, im Verhältnis zu Südkorea in den "Kriegszustand" eingetreten zu sein. Am Dienstag kündigte das isolierte und mit scharfen Sanktionen belegte Land an, eine abgeschaltete Atomanlage wieder in Betrieb zu nehmen. Am Mittwoch kappte Nordkorea durch die Schließung des gemeinsam mit Südkorea in einer Sonderwirtschaftszone betriebenen Industrieparks von Kaesong die letzte wichtige Verbindung zwischen beiden Staaten.

sun/AFP/Reuters/dpa

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1. Man darf gespannt sein
matthias_b. 03.04.2013
auf die Kommentare der ewigen Appeaser, die die Eskalation seitens der USA anprangern.
2. Das beängstigt mich!
nachdenklichh10 03.04.2013
Warum? Wie konnte es so weit kommen? China bitte greifen Sie ein!
3. Sind die denn komplett irre?
jan.lolling 03.04.2013
Entweder ist das ein seeehr schlechter Aprilscherz oder in Nordkorea ist wegen der anhaltenden Hungersnot auch der Verstand der Obrigkeit komplett verloren gegangen. Wollen die gemeinschaftlichen Selbstmord betreiben?
4. Arme Nordkoreaner
Thomas Mank 03.04.2013
Das Erwachen wird furchtbar werden im Bewusstsein, unendlich viel und unwiederbringlich über Jahrzehnte hin geopfert haben zu müssen.
5. Die sind krank...
rainnn220 03.04.2013
Warum muss es immer und immer wieder zu Kriegen kommen?! Und glaubt Nordkorea wirklich, dass sie die USA nun einschüchtern können? Das Land ist Arm und zerrüttet....
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Industriepark Kaesong in Nordkorea: Lange geöffnet, jetzt geschlossen

Fläche: 122.762 km²

Bevölkerung: 24,346 Mio.

Hauptstadt: Pjöngjang

Staatsoberhaupt:
Kim Il Sung (obwohl bereits 1994 verstorben);
Protokollarisches Staatsoberhaupt: Kim Yong Nam;
"Oberster Führer": Kim Jong Un

Regierungschef: Pak Pong Ju

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