Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Hugo Chávez' politische Bilanz: Freund der Armen, Kumpel der Despoten

Von

Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist zu krank, um an diesem Donnerstag für eine vierte Amtszeit vereidigt zu werden. Seit 14 Jahren regiert er, hilft Millionen Armen und baut seine Macht gnadenlos aus, poltert gegen die USA und hofiert Schurkenstaaten. Eine Bilanz in Bildern.

Hugo Chávez: Der Comandante in Bildern Fotos
AFP

Caracas - Venezuela wartet auf seinen Präsidenten Hugo Chávez. In der Hauptstadt Caracas kann man Uhren, T-Shirts und Flaggen mit seinem Konterfei kaufen, Fotos sowieso. Doch er ist nicht da, befindet sich nicht einmal im Land. Chávez wird wegen seiner schweren Krebserkrankung in Havanna, Kuba, behandelt. Die Frage ist sogar, ob er jemals zurückkehrt.

Am Donnerstag sollte Chávez für seine vierte Amtszeit vereidigt werden. Die Zeremonie fällt aus - stattdessen hat die Regierung eine Jubelfeier für den abwesenden Staatschef organisiert. Opposition und die Kirche protestierten gegen die Verschiebung der Vereidigung, der Oberste Gerichtshof jedoch segnete die Entscheidung der Regierung ab.

Venezuela wartet weiter auf das Phantom Chávez - und rätselt.

Seit 14 Jahren regiert er in Venezuela. Er wird geliebt und gehasst, im Inland wie im Ausland. Mit millionenschweren Sozialprogrammen half er den Armen, er verstaatlichte Öl-, Strom- und Telekommunikationsfirmen. Aber er unterdrückte auch die Opposition und ließ Schlägertrupps bewaffnen. International pflegte er sein Image als Erzfeind der USA, unterstützte Despoten wie den Iraner Mahmud Ahmadinedschad und den Syrer Baschar al-Assad und amüsierte und empörte zugleich mit seinen Ausfällen gegen den früheren US-Präsidenten George W. Bush.

Wenige Politiker polarisieren so wie der Venezolaner Hugo Chávez. Kurz vor Ende seiner dritten Amtszeit blickt SPIEGEL ONLINE auf legendäre Chávez-Momente zurück - von gescheiterten Putschen bis zu Attacken auf "Teufel" Bush.

Fotostrecke

20  Bilder
Hugo Chávez: Der Comandante in Bildern

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 133 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Ist doch kein Problem...
expendable 10.01.2013
...einfach zum "ewigen Präsidenten" ernennen und posthum vereidigen. Im wahren Sozialismus ist schließlich alles möglich, in Nordkorea hat´s ja auch geklappt.
2. was denn nu?
matz-bam 10.01.2013
Zitat von sysopAFPVenezuelas Präsident Hugo Chávez ist zu krank, um am Donnerstag für eine vierte Amtszeit vereidigt zu werden. Seit 14 Jahren regiert er, hilft Millionen Armen und baut seine Macht gnadenlos aus, poltert gegen die USA und hofiert Schurkenstaaten. Eine Bilanz in Bildern. http://www.spiegel.de/politik/ausland/krebskranker-hugo-chavez-die-wichtigsten-momente-seiner-karriere-a-876402.html
spon:" poltert gegen die USA und hofiert Schurkenstaaten."Ist das nicht ein Widerspruch in sich?
3. .
frubi 10.01.2013
Zitat von expendable...einfach zum "ewigen Präsidenten" ernennen und posthum vereidigen. Im wahren Sozialismus ist schließlich alles möglich, in Nordkorea hat´s ja auch geklappt.
Wenn Sie den Unterschied zwischen Sozialismus und Kommunismus nicht kennen und die Unterschiede zwischen Nordkorea und Venezuela nicht sehen wollen, sollten Sie hier keine Beiträge schreiben.
4. Usa
disi123 10.01.2013
Zitat von sysopAFPVenezuelas Präsident Hugo Chávez ist zu krank, um am Donnerstag für eine vierte Amtszeit vereidigt zu werden. Seit 14 Jahren regiert er, hilft Millionen Armen und baut seine Macht gnadenlos aus, poltert gegen die USA und hofiert Schurkenstaaten. Eine Bilanz in Bildern. http://www.spiegel.de/politik/ausland/krebskranker-hugo-chavez-die-wichtigsten-momente-seiner-karriere-a-876402.html
Wie lange sich die USA das wohl noch ansehen? Firmen wurden enteignet, Assange wird Zuflucht gewaehrt und den Armen des Landes wird geholfen. Ich sage nur United Fruit...
5.
H.Lorenz 10.01.2013
Zitat von sysopAFPVenezuelas Präsident Hugo Chávez ist zu krank, um am Donnerstag für eine vierte Amtszeit vereidigt zu werden. Seit 14 Jahren regiert er, hilft Millionen Armen und baut seine Macht gnadenlos aus, poltert gegen die USA und hofiert Schurkenstaaten. Eine Bilanz in Bildern. http://www.spiegel.de/politik/ausland/krebskranker-hugo-chavez-die-wichtigsten-momente-seiner-karriere-a-876402.html
Wie immer, der Spiegel ist ein gelenktes Medium. Es macht keinen Unterschied mehr, ob man die Welt, die FAZ oder den Tagesspiegel liest. Wetten, daß dort eine gleichlautende Meldung zu lesen ist? Ja, seit 14 Jahren regiert Chavez. Wie sahen denn die 14 Jahre vor ihm aus? Allein die Hilfe, die Unterstützung, die sozialen Programme für die Millionen Venezuelaner (die ihn alle wiedergewählt haben), DAS zählt und nicht Unterwürfigkeit gegenüber den USA, den Mineralölkonzernen, Investgesellschaften ... Warum "poltert" Chavez gegen die USA? Einfach so, weil er Choleriker oder einfach nur böse ist? Nennen Sie doch die Gründe, die eigentlich jeder denkende Normalbürger längst kennt. Und - Chavez hofiert "Schurkenstaaten". Definieren Sie "Schurkenstaat"! Diese USA-Hörigkeit widert mich an. Ich wünsche Chavez ein langes Leben und Venezuela und deren Bürgern, daß es Chavez' Weg weiter geht und seine Politik und einen Nachfolger weiter unterstützt.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Fotostrecke
Venezuela: Bangen um Präsident Chávez

Fläche: 916.445 km²

Bevölkerung: 30,620 Mio.

Hauptstadt: Caracas

Staats- und Regierungschef: Nicolás Maduro

Mehr auf der Themenseite | Wikipedia | Venezuela-Reiseseite



Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: