Die Staaten wollten Fortschritte in den Regionen des Jemens unterstützen, die am meisten von einer Radikalisierung bedroht seien, teilte Browns Büro mit. Brown bezeichnete das zutiefst gespaltene Nachbarland Saudi-Arabiens als mögliche Brutstätte für radikal-islamische Terroristen. Das Land drohe zu einem sicheren Hafen für Extremisten zu werden.
Nach Angaben der Regierung von Sanaa halten sich bis zu 300 al-Qaida-Kämpfer im Land auf. Der dortige Arm der Organisation gilt als die gefährlichste Gruppe des Netzwerks und hat sich zu dem versuchten Anschlag auf das US-Passagierflugzeug am ersten Weihnachtsfeiertag bekannt. Der Attentäter aus Nigeria erhielt eigenen Angaben zufolge Ausbildung und Sprengsatz im Jemen.
USA wollen Jemen-Hilfe verdoppeln
Die USA sagten eine Aufstockung ihrer Hilfen für den Jemen zu. "Wir haben im vergangenen Jahr rund 70 Millionen Dollar zur Unterstützung von Sicherheitseinsätzen gegeben", sagte der Chef des zentralen Generalstabs der USA, David Petraeus, am Neujahrstag in Bagdad. "Die Summe wird sich mehr als verdoppeln in diesem Jahr."
Die Regierung in Sanaa steht auch wegen Unruhen im Norden des Landes und einer Separatistenbewegung im Süden unter Druck. Bei Zusammenstößen mit schiitischen Rebellen im Norden kamen Regierungskreisen zufolge am Donnerstag elf Menschen ums Leben. Seit 2004 sind bei Kämpfen mit den Huthi-Rebellen Hunderte Menschen ums Leben gekommen und Tausende vertrieben worden. Der Konflikt hat sich im November auch auf Saudi-Arabien ausgeweitet.
Zur Afghanistan-Konferenz haben sich unter anderen US-Außenministerin Hillary Clinton und Bundesaußenminister Guido Westerwelle angekündigt.
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