Krieg in Syrien Rebellen ziehen sich aus Ost-Ghuta zurück

Rund 90 Prozent der Rebellenenklave Ost-Ghuta hat die syrische Armee mit wochenlangen Bombardierungen unter ihre Kontrolle gebracht. Die Stadt Duma bleibt die letzte Bastion der Milizen.

Zivilisten warten in Ost-Ghuta auf ihre Evakuierung
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Zivilisten warten in Ost-Ghuta auf ihre Evakuierung


Syrische Rebellen haben sich aus mehreren Städten und Dörfern in ihrer Enklave in Ost-Ghuta nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus zurückgezogen. Die einzig verbleibende Bastion der Rebellen in diesem Gebiet ist somit die Stadt Duma. Die Gruppen hatten ihren Abzug aus dem Gebiet angekündigt, nachdem das Militär von Baschar al-Assad gemeinsam mit der russischen Luftwaffe die Gebiete wochenlang bombardiert hatte.

Zehn Busse mit Kämpfern und Zivilisten verließen die Enklave am Samstagabend nach Einbruch der Dunkelheit - offenbar mit dem Ziel den Nordwesten Syriens zu erreichen. Um die Orte Idlib und Dschisr al-Schughur ist derzeit ein größeres Gebiet unter Kontrolle der Rebellen-Milizen.

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Die syrische Armee war am Samstag in eines der letzten Rebellengebiete Ost-Ghutas eingerückt. Die Kämpfer von Präsident Baschar al-Assad hatten am Samstag damit angefangen, Barrikaden in der Stadt Harasta wegzuräumen. Auch Ingenieure des Militärs stünden bereit, um gelegte Sprengsätze zu entschärfen.

Am Freitagabend hatten nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte bereits die letzten Kämpfer der radikalen Rebellengruppe Ahrar al-Scham das östlich von Damaskus gelegene Harasta verlassen.

Schwerste Angriffe seit Beginn des Bürgerkriegs

Damit kontrolliert die Armee insgesamt etwa 90 Prozent der seit 2013 belagerten Region Ost-Ghuta. Das Gebiet östlich der Hauptstadt umfasst mehrere Städte und Ackerland. Aus syrischen Militärkreisen hieß es, mehr als 1000 Aufständische seien mit ihren Familien abgezogen. Die Region erlebt seit mehr als einem Monat die schwersten Angriffe von Regierungstruppen seit Beginn des Bürgerkriegs vor rund sieben Jahren. Dabei sind nach Angaben der Beobachtungsstelle mehr als 1600 Zivilisten ums Leben gekommen.

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Die Rebellen aus Harasta erreichten den Menschenrechtsaktivisten zufolge am Samstag mit Bussen den von Aufständischen kontrollierten Nordwesten des Bürgerkriegslandes. Es handele sich geschätzt um 4700 Menschen, die Harasta in den vergangenen Tagen verlassen hätten.

Nach dem Abkommen mit Ahrar al-Scham einigte sich Syriens Armee am Freitag unter Vermittlung Russlands auch mit der islamistischen Miliz Failak al-Rahman auf einen Abzug aus einer der beiden Zonen. Den Rebellen bliebe dann künftig nur noch ein kleines Gebiet im Norden Ost-Ghutas.

ans/dpa/Reuters



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