Im Alter von 104 Jahren Kriegsfotograf Max Desfor ist tot

Im Koreakonflikt sprang er mit dem Fallschirm über dem Norden ab - und schoss weltbekannte Bilder. Dafür bekam Max Desfor den Pulitzer-Preis. Nun ist der Fotograf im Alter von 104 Jahren gestorben.

Nordkorea 1950
AP

Nordkorea 1950


Max Desfor ist tot. Der Fotograf starb mit 104 Jahren in Silver Spring, Maryland. Der US-amerikanische Pulitzer-Preisträger wurde vor allem für seine Bilder aus dem Koreakonflikt in den Fünfzigerjahren berühmt.

Nach der Invasion des Südens der Halbinsel durch die nordkoreanischen Truppen sprang er im Juni 1950 an der Seite der intervenierenden US-Truppen mit dem Fallschirm über dem Norden des Landes ab.

In der Nähe Pjöngjangs entdeckte er Tausende Menschen, die vor den nordkoreanischen Truppen und ihren chinesischen Verbündeten über eine zerstörte Brücke am Taedong-Fluss flüchteten - und drückte auf den Auslöser. Das Bild ging um die Welt.

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Max Desfor: Ein Leben im Krieg

Der gebürtige New Yorker, seit 1933 für die Nachrichtenagentur AP im Dienst, hatte bereits zuvor weltbekannte Fotos gemacht. Am Ende des Zweiten Weltkrieges fotografierte er etwa die Besatzung des B-29-Bombers "Enola Gay", nachdem diese die Atombombe "Little Boy" über Hiroshima abgeworfen hatte.

Desfor widmete sich fast sein ganzes Berufsleben lang dem asiatischen Kontinent. Während des Vietnamkriegs war er AP-Fotochef für die Region, ehe er 1978 die Agentur verließ.

dop/höh/AP



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