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Ukraine-Krise: Kerry spricht von 20.000 russischen Soldaten auf der Krim

US-Außenminister Kerry: Will Russland zum Einlenken bewegen Zur Großansicht
DPA

US-Außenminister Kerry: Will Russland zum Einlenken bewegen

Am Sonntag soll das Referendum zum Status der Krim abgehalten werden. 20.000 russische Soldaten sind laut US-Außenminister Kerry inzwischen auf der Halbinsel stationiert. Neue Militärmanöver haben nahe der Grenze zur Ukraine begonnen.

Washington - Die Lage auf der Krim spitzt sich zu: Russland hat 20.000 Soldaten auf der ukrainischen Halbinsel stationiert - das jedenfalls wusste US-Außenminister John Kerry zu berichten. Die Kräfte seien jedoch nicht an den Orten, wo sie gebraucht würden, falls die gesamte Ukraine eingenommen werde sollte. .

Laut dem amtierenden ukrainischen Präsidenten Alexander Turtschinow ist die Lage aber dramatischer: Russland sei zum Einmarsch in sein Land bereit. Es bestehe Kriegsgefahr. So zitiert ihn die Nachrichtenagentur Reuters.

Die Agentur Interfax meldet, die russische Luftwaffe schicke sechs Kampfjets vom Typ Su-27 und drei militärische Transportflugzeuge zu seinem Verbündeten Weißrussland. Zu neuen Militärübungen ließ das Verteidigungsministerium in Moskau insgesamt 12.500 Soldaten aufmarschieren, davon rund 4000 nahe der Grenze zur Ukraine.

Am Freitag will Kerry bei Verhandlungen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in London versuchen, Russland noch zum Einlenken zu bewegen. Nach Berichten der "New York Times" plant Kerry ein elfstündiges Treffen mit seinem Amtskollegen. Dabei wolle er den Kreml davon überzeugen, die Annexion der Krim nicht weiter voranzutreiben, zitierte das Blatt US-Regierungsmitglieder. Laut Kerry sind die USA zu harten Sanktionen gegen Russland bereit. Demnach könnten Strafen sehr schnell beschlossen werden, wenn die "falschen Entscheidungen" getroffen würden.

Ukraine stellt Truppe auf

Auch die Ukraine rüstet auf: Das Land hat am Donnerstag eine Nationalgarde mit bis zu 60.000 Mann gegründet. Die Truppe werde hauptsächlich aus Freiwilligen der sogenannten Maidan-Selbstverteidigungskräfte bestehen, sagte der Chef des Nationalen Sicherheitsrats, Andrej Parubij.

Aufgabe der Garde mit Mitgliedern zwischen 18 und 50 Jahren sei etwa die Sicherung der Grenzen. Ein erster Trupp rückte direkt nach dem einstimmigen Votum des Parlaments in Kiew zu einer Übung aus.

Das für Sonntag geplante Referendum erntet harsche Kritik: Es verletze die territoriale Integrität der Ukraine, sagte Vizekanzler Sigmar Gabriel. Auch das Europaparlament hatte das geplante Referendum als "illegitim und rechtswidrig" verurteilt. Bundeskanzlerin Angela Merkel drohte Russland in ihrer Regierungserklärung zur Ukraine-Krise ebenfalls mit härteren Sanktionen.

vek/Reuters/AP/AFP

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insgesamt 72 Beiträge
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1. 20.000 Mann? (amerikanische Schreibweise mit Punkt)
W.i.n.t.e.r 13.03.2014
Wie groß darf denn die russische Truppenstärke auf der Krim sein? Nach den Abkommen von 1997 und 2010 müssten es mehr als 20000 sein dürfen. Also keine "Invasion", wie aus Kiew am laufenden Band zu hören ist, sondern entsprechend des Vertragswerks und der Lage. Und die 60.000 Mann der Ukraine? Die stellen sich wohl über Nacht auf, oder wie? Für wie blöd hält man eigentlich die Leser des SPIEGEL mittlerweile? Die Wahrheit ist: In der Ukraine und wegen der Ukraine passiert - nichts. Es ist alles bereits über die Bühne. Je größer die Ohnmacht hüben wie drüben des Atlantiks, desto lauter poltern der verbale Dummsinn durch die westlichen Medien. Wohl damit man mit dem Getöse den Eindruck erweckt, man täte was (wenn man nur größere Luftblasen und Sanktiönchen über Sanktiönchen formuliert).
2. Panikmache
mortalwombat 13.03.2014
Was soll denn diese Panikmache? Russland hat einen Vertrag mit der alten rechtmäßig gewählten Regierung in Kiev. Die dürfen 25000 Mann auf der Krim stationieren. Die Kampfjets sind eine Reaktion auf die Stationierung der US Kampfjets in Polen und Litauen. Was ist aus dem heutigen Journalismus nur geworden?
3.
Hari Seldon 13.03.2014
Zitat von sysopDPAWenige Tage vor dem Referendum zum Status der Krim rüsten beide Konfliktparteien auf: 20.000 russische Soldaten sind laut US-Außenminister Kerry auf der umkämpften Halbinsel stationiert. Die Ukraine hat eine Nationalgarde mit bis zu 60.000 Mann gegründet. http://www.spiegel.de/politik/ausland/krim-kerry-spricht-von-20-000-russischen-soldaten-a-958526.html
Muss man jetzt dazu sagen, dass der weitaus größte Teil dieser Truppen dort schon seit langer Zeit vor dem Putsch in Kiew vertragsgemäß stationiert ist oder weiß das inzwischen jeder? Ist in den letzten Tagen wirklich das russische Kontingent erhöht worden? Hat das Kerry eigentlich behauptet? Fragen über Fragen. "Offenbar sollten die Einheiten jedoch nicht die ganze Ukraine einnehmen, an entsprechenden Orten seien sie zumindest nicht stationiert." Das dagegen war glaube ich überhaupt nie eine Frage. Aber man kann ja nie wissen wozu der Russe alles imstande ist.
4. Na und?
Harald Fulda 13.03.2014
Die Russen haben per Vertrag das Recht auf 25 000 Truppen auf der Krim. Die 20 000 von denen Kerry spricht waren wohl immer schon da. Oder gibt es irgendwelche Satelitenbilder die die Verlegung von Truppen auf die Krim begen? Nada. Dass die Truppen dann Gebäude und ukrainische Militärstandorte besetzen ist natürlich eine ganz andere Sache...
5. Hoffentlich
Ulrich Berger 13.03.2014
vergisst die schoene Kanzlerette nicht, Herrn Putin darauf hinzuweisen, wie schrecklich es fuer Russland waere, wenn sie den Gashahn von Russland nach Deutschland zudrehen wuerde. Das waere eine Ein-Mann-Aktion, die anderen Europaeer waeren wohl kaum so daemlich. Als Dankeschoen gibt es dann vielleicht ein Foto von Herrn Putin beim Essen mit der iranischen Regierung.
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Bevölkerung: 143,972 Mio.

Hauptstadt: Moskau

Staatsoberhaupt:
Wladimir Putin

Regierungschef: Dmitrij Medwedew

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