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Krim-Krise: US-Republikaner dringen auf Waffenlieferungen an Ukraine

Die Ukraine bittet die USA um militärischen Beistand. Die Regierung in Kiew fordert Waffen- und Munitionslieferungen - doch Washington zögert und will Russland nicht weiter provozieren. Erst mal sollen nur Essenspakete nach Kiew geliefert werden. Die Republikaner sind empört.

Washington - Der Chef der ukrainischen Übergangsregierung, Arsenij Jazenjuk, hat während seines Besuchs in den USA nicht nur um diplomatische Unterstützung gebeten. Die neue Führung in Kiew fordert angesichts des drohenden Verlustes der Krim an Russland auch Militärhilfen von den Vereinigten Staaten.

Washington prüft derzeit einen entsprechenden Antrag. Ein Pentagon-Mitarbeiter sagte der Nachrichtenagentur AFP, derzeit werde "eine Reihe von Anfragen durchgearbeitet und bewertet". Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen. Fest stehe bislang nur, dass die USA Verpflegungspakete, sogenannte Meals Ready to Eat, an die ukrainische Armee liefern werde.

Kiew fordert jedoch weitaus mehr: Nach Angaben des "Wall Street Journal" hat die ukrainische Regierung um Waffen, Munition und die Übermittlung von Geheimdienstinformationen gebeten. Die Vereinigten Staaten zögerten jedoch mit einer Zusage, um die angespannten Beziehungen zu Russland nicht noch weiter zu belasten.

Kerry und Lawrow treffen sich in London

Der republikanische Senator John McCain zeigte sich erbost über die Haltung der Obama-Regierung. "Die USA sollten kein Waffenembargo gegen das Opfer einer Aggression verhängen", sagte der ehemalige Präsidentschaftskandidat. "Wir müssen der ukrainischen Regierung und ihrem Volk zeigen, dass die Vereinigten Staaten in der Stunde der größten Not an ihrer Seite stehen", sagte McCain.

US-Außenminister John Kerry will am Freitag bei einem Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow versuchen, Moskau noch zum Einlenken zu bewegen. Bei dem Gespräch in London soll der Kreml überzeugt werden, die Annexion der Krim nicht weiter voranzutreiben.

Schon am Montag könnten USA und EU weitere Sanktionen gegen Russland beschließen, sollte das Referendum über die Annexion der Krim wie geplant durchgeführt werden.

In der Ukraine selbst kam es am Donnerstagabend zum schwersten Gewaltausbruch seit dem Sturz von Präsident Wiktor Janukowitsch. Bei Zusammenstößen zwischen prorussischen und prowestlichen Demonstranten im ostukrainischen Donezk wurde ein Mann getötet, 15 weitere Menschen wurden verletzt. Der Tote soll dem politischen Lager angehören, das eine Annäherung der Ukraine an die EU fordert.

syd/Reuters/AFP

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 528 Beiträge
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1. Endlich kommt der Krieg.
venice66 14.03.2014
Zitat von sysopDPADie Ukraine bittet die USA um militärischen Beistand. Die Regierung in Kiew fordert Waffen- und Munitionslieferungen - doch Washington zögert und will Russland nicht weiter provozieren. Erstmal sollen nur Essenspakete nach Kiew geliefert werden. Die Republikaner sind empört. http://www.spiegel.de/politik/ausland/krim-krise-usa-sollen-waffen-und-munition-an-ukraine-liefern-a-958575.html
Hurra endlich ist es soweit, Ziel der EU und der USA ist fast erreicht. Der Krieg kommt. Also Frau Merkel sie können die deutsche Rüstungsindustrie wieder ankurbeln. Die brauchen bestimmt ein paar G36 die Rechtsextremen. Hurra es kommt der Krieg. Die deutsche Superregierung hat gesiegt. Bravo Frau Merkel. Endlich Kommt der Krieg.
2. Alte (un)bewährte Muster
rieberger 14.03.2014
Reflexartig werden Waffen in ein Krisenland gepumpt, ein Konflikt fern der amerikanischen Heimat wird angeheizt und alles für Frieden, Freiheit und Demokratie. Die Wahrheit und die Vernunft bleiben wie immer auf der Strecke.
3. Glückwunsch USA
pommer123 14.03.2014
perfekter kann man die Einfädelung eines gigantischen Waffendeals kaum hinbekommen.
4. x
ralf_gabriel 14.03.2014
Zitat von sysopDPADie Ukraine bittet die USA um militärischen Beistand. Die Regierung in Kiew fordert Waffen- und Munitionslieferungen - doch Washington zögert und will Russland nicht weiter provozieren. Erstmal sollen nur Essenspakete nach Kiew geliefert werden. Die Republikaner sind empört. http://www.spiegel.de/politik/ausland/krim-krise-usa-sollen-waffen-und-munition-an-ukraine-liefern-a-958575.html
Und Murksel Merkel findet das toll, ja? Erst einen kleinen dreckigen Staatsstreich anzetteln und dann auch noch einen Bürgerkrieg ausrüsten? Langsam glaub' ich es hackt. Haben die in Syrien nicht genug zu tun? Da haben sie doch auch die Opposition gepushed und unterstützt, Ausbilder geschickt und Waffen. Sollen sie sich da austoben.
5. Unfassbar, sie spielen mit dem feuer
jonas4711 14.03.2014
es ist nicht zu glauben. Die Welt schlitterte auf ähnliche Weise in den 1. Weltkrieg und jetzt sind wir wieder auf dem besten Weg dazu. Ich hätte das in der heutigen Zeit nicht für möglich gehalten. Was sind das nur für Pollitiker, die sich anmaßen, über das Wohl der Völker richten und bestimmen zu können? Was geht mich die Ukraine an? Dort ist durch einen Staatsstreich die jetzige Regierung an die Macht gekommen. Der Westen rechnet mit zweierlei Maß. Stichwort: Kosovo! Frau Merkel, kommen sie zu sich und springen Sie vom amerikanischen Karren ab!! Das deutsche Volk, dem Sie verpflichtet sind wird es Ihnen danken!
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