Krim Russland rüstet Schwarzmeerflotte auf

80 neue Schiffe, Ausbau einer zweiten Marinebasis: Russland will seine Flotte im Schwarzen Meer deutlich vergrößern.

Putin zu Besuch bei der Schwarzmeerflotte: Moskau will Militärpräsenz auf der Krim ausbauen
AFP

Putin zu Besuch bei der Schwarzmeerflotte: Moskau will Militärpräsenz auf der Krim ausbauen


Moskau - Russlands Schwarzmeerflotte soll in den kommenden Jahren deutlich verstärkt werden. Bis 2016 werde eine zweite Marinebasis in Noworossijsk fertiggestellt, kündigte Alexander Witko an. Er ist der Oberkommandeur der Flotte.

In dem Hafen sollen unter anderem sieben U-Boote stationiert werden, die mit Marschflugkörpern bestückt sind. Diese Raketen sollen eine Reichweite von mehr als 1500 Kilometern haben. Insgesamt werde die Schwarzmeerflotte bis 2020 auf 206 Schiffe aufgestockt. 80 davon sollen in Noworossijsk ankern, die anderen in Sewastopol, dem bislang einzigen Militärhafen auf der Halbinsel Krim.

Witko gab diese Pläne während eines Besuchs des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Noworossijsk bekannt. "Mit der Rückkehr der Krim nach Russland ist die Bedeutung der Basis nicht kleiner geworden", sagte der Oberkommandeur. "Die Nato schickt ständig Schiffe ins Schwarze Meer und plant den Bau einer Basis im Schwarzen Meer."

Seitdem Russland die Krim im März dieses Jahres annektierte, hat die Nato mehrfach Militärübungen im Schwarzen Meer durchgeführt. Die Nato-Staaten Bulgarien, Rumänien und Türkei sind Anrainer.

syd/Reuters



Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 95 Beiträge
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dliblegeips 23.09.2014
1.
Ich befürchte wir werden schneller als es uns lieb ist um diese Schiffe froh sein. Niemand weiss wie lange die Türkei ein Verbündeter des Westens bleibt.
dwg 23.09.2014
2.
Schwarzmeerflotte? Da gibt es doch nur einen Ausgang... Da machen eigentlich nur die franz. Hubschrauberträger Sinn.
TiloS 23.09.2014
3. Und da sag noch einer
...wir oder die osteuropäischen Staaten bräuchten kein Raketenabwehrschild!
muellerthomas 23.09.2014
4.
Zitat von dliblegeipsIch befürchte wir werden schneller als es uns lieb ist um diese Schiffe froh sein. Niemand weiss wie lange die Türkei ein Verbündeter des Westens bleibt.
Und was würden "uns" dann die russischen Schiffe bringen?
hdudeck 23.09.2014
5. Welch ein Erfolg der westlichen
nun wird die Ernte jahrzehntelanger Friedens- und Abruestungspolitik eingefahren. Die Arrogans der westlichen Politiker, die einfach "vergassen", das Russland immer noch das groesste Land der Erde ist, wird so letztendlich "bestraft". Eine Partnerschaft war nie geplannt, nur eine Uebernahme der Sateliten-Staaten der ehemaligen Soviet-Union. Das ging solange gut, wie schwache Politiker in Russland das Sagen hatten. Die Chance, mit der Einbindung Russlands hier wirklich einen Schritt zum dauerhaften Frieden (und Freiheit) in Europa zu schaffen sind vertan. Russland hat jahrelang stillgehalten, keine Unterstuetzung der Kaempfer in Afganistan nach dem US Einmarsch als Pay-Back fuer die US Hilfe zuvor. Unterstuetzung der Iran Politik des Westens. Alles Vorleistungen und wie zahlen wir es zurueck? Kein Wunder das die Welt wieder in Kriegsmode ist.
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