Möglicher Anschlag auf der Krim Schüler soll für Explosion verantwortlich sein

In einer Schule auf der Halbinsel Krim ist es zu einer schweren Explosion gekommen. Mindestens 13 Menschen wurden dabei getötet. Die russischen Behörden sprechen von einem Anschlag.


Bei einer Explosion in einer Berufsschule auf der Krim sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Russische Behörden gehen von einem Terroranschlag aus. Die genauen Umstände würden geprüft, sagte ein Kremlsprecher der Agentur Interfax. Präsident Wladimir Putin sei informiert worden. Beim Urheber der Explosion handelt es sich laut Krim-Regierungschef Sergej Aksjonow um einen Schüler der Berufsschule. Der 22-Jährige hat sich demnach das Leben genommen.

Aksjonow sprach zunächst von 13 Toten. Die Bombe soll mit Metallteilen gefüllt gewesen sein. Bombenspezialisten suchten den Tatort in der Berufsschule bereits nach den Gegenständen ab, teilte das Staatliche Ermittlungskomitee in Kertsch mit.

Bei den Toten soll es sich vor allem um Jugendliche handeln, die sich zum Zeitpunkt der Explosion in der Kantine der Schule aufhielten. Insgesamt seien mehr als 50 Menschen verletzt worden. Die örtlichen Behörden waren anfangs von einer Gasexplosion ausgegangen.

In ersten Berichten waren die örtlichen Behörden von einer Gasexplosion in der Stadt Kertsch ausgegangen. Später sprach das Nationale Anti-Terror-Komitee Russlands (NAK) aber von der Explosion eines unbekannten Sprengsatzes. Der örtliche Gasversorger auf der Krim teilte mit, die Schule habe keinen Gasanschluss.

Kertsch liegt ganz im Osten der ukrainischen Halbinsel Krim, die Russland im Jahr 2014 annektiert hat. Von dort führen eine Fährverbindung und seit diesem Jahr auch eine Brücke auf das russische Festland. Beim letzten großen Terroranschlag in Russland im April 2017 waren in der U-Bahn von St. Petersburg 14 Menschen getötet und mehr als 50 verletzt worden.

asc/AFP/dpa/Reuters



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