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Jahrestag der Annexion: Putin besucht Halbinsel Krim

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DPA

Wladimir Putin

Russlands Präsident Putin besucht die annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim und spricht von einer "historischen Mission". Die EU dagegen ist besorgt. Die Menschenrechtslage vor Ort sei schlecht.

Zum zweiten Jahrestag der international nicht anerkannten Annexion der Krim hat Russlands Präsident Wladimir Putin die Schwarzmeer-Halbinsel besucht. Putin informierte sich am Freitag über Fortschritte beim Bau der ersten dauerhaften Brücke über die Meerenge von Kertsch. Das Milliardenprojekt soll die Krim mit dem russischen Festland verbinden.

Das Projekt sei ein "weiteres Symbol unserer Einheit", sagte Putin in einer im Fernsehen übertragenen Rede. Das 2,66 Milliarden Euro teure Bauprojekt werde im Dezember 2018 abgeschlossen sein, fügte der Präsident hinzu.

"Wir hoffen, dass wir diese historische Mission erfüllen", sagte Putin der Agentur Interfax zufolge. Für die meisten Staaten ist die Krim weiter ukrainisch, nur wenige Verbündete Russlands haben die Annexion von 2014 anerkannt.

Die Energieprobleme der Halbinsel würden bis 2018 gelöst, sicherte der Kreml-Chef den Bewohnern zu. Die Krim bezieht weiterhin Strom, Gas und Wasser aus der Ukraine. Vergangenen Herbst hatten Krimtataren und rechtsgerichtete Ukrainer eine Stromleitung zerstört, was wochenlang zu Ausfällen der Elektrizität auf der Krim führte. Ein erstes Seekabel von Russland musste in aller Eile gezogen werden.

Die Bewohner der Krim hatten 2014 in einem international nicht anerkannten Referendum für einen Beitritt zu Russland gestimmt. Am 18. März 2014 wurde in Moskau die Aufnahme der Halbinsel in die Russische Föderation vertraglich besiegelt.

Nach Einschätzung der 28 EU-Staaten hat sich die Menschenrechtslage seither vor Ort besorgniserregend verschlechtert. In einer Stellungnahme kritisierte die Europäische Union, dass unter anderem das Recht auf Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit sowie Glaubens- und Religionsfreiheit verweigert werde. Zudem würden Krimtataren und andere Minderheiten verfolgt, teilte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini im Namen der Mitgliedstaaten mit.

kev/dpa/Reuters

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Fläche: 17.098.200 km²

Bevölkerung: 143,972 Mio.

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Staatsoberhaupt:
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Regierungschef: Dmitrij Medwedew

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(inklusive der Krim, die seit 2014 von Russland annektiert ist)

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Hauptstadt: Kiew

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