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Ostukraine: Separatisten dringen auf schnellen Beitritt zu Russland

Prorussischer Milizionär in der Ostukraine: Beitritt zu Russland als nächster Schritt Zur Großansicht
DPA

Prorussischer Milizionär in der Ostukraine: Beitritt zu Russland als nächster Schritt

Das Referendum über die Unabhängigkeit der Ostukraine soll nur der Anfang sein. Separatisten in Donezk und Luhansk wollen den Beitritt ihrer Region zu Russland forcieren. Außenminister Steinmeier hofft auf einen Runden Tisch.

Donezk/Luhansk - Die Separatisten in der Ostukraine sehen sich durch das umstrittene Referendum vom Sonntag bestätigt. "Der Beitritt zur Russischen Föderation wäre ein passender nächster Schritt", sagte Roman Lijagin, Chef der Wahlkommission in Donezk.

Am Sonntag hatten nach Angaben der prorussischen Initiatoren des Referendums in Luhansk und Donezk mehr als 80 Prozent der Wähler für die politische Selbstbestimmung der Ostukraine gestimmt.

In Luhansk haben Separatisten am Montag ein weiteres Referendum ins Spiel gebracht, bei dem die Bürger über den Beitritt der Region zu Russland entscheiden sollen. Zunächst wolle man die Vereinten Nationen bitten, die Unabhängigkeit des Gebiets Luhansk anzuerkennen. Anschließend könne eine Volksabstimmung über den Beitritt zur Russischen Föderation stattfinden, sagte der Separatistenführer Wasilij Nikitin der Nachrichtenagentur Ria Nowosti.

Präsidentenwahl in Luhansk soll verhindert werden

Zugleich kündigte Nikitin an, dass die Wahl eines neuen ukrainischen Präsidenten am 25. Mai in der Region Luhansk verhindert werden solle. Damit könnte sich die Ukraine-Krise weiter verschärfen. Die EU hat Russland am Montag mit weiteren Sanktionen für den Fall gedroht, dass die Präsidentenwahl nicht wie geplant stattfinden kann.

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Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier erhofft sich von einem Runden Tisch, an dem alle Konfliktparteien beteiligt werden sollen, eine Beruhigung der Krise.

"Das Entscheidende ist jetzt, ob in den nächsten Tagen der Einstieg in diesen Prozess gelingt", sagte Steinmeier am Montag in Brüssel am Rande eines Treffens der EU-Außenminister. Dann könne die Atmosphäre in der Ukraine noch einmal gedreht werden.

"Wenn es Tote und Verletzte gegeben hat, dann ist Umkehr schwer, aber sie muss stattfinden", sagte Steinmeier. Für die Aufnahme eines nationalen Dialogs sei die Bereitschaft der Regierung in Kiew ebenso erforderlich wie die der Vertreter aus der Ostukraine sowie Russlands und der USA. Als Moderator soll unter anderem der deutsche Exdiplomat Wolfgang Ischinger an den Runden Tischen teilnehmen.

syd/Reuters/AFP

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 223 Beiträge
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1. Ein Beitritt von Donezk & Co
European 12.05.2014
Zitat von sysopDPADas Referendum über die Unabhängigkeit der Ostukraine soll nur der Anfang sein. Separatisten in Donezk und Luhansk wollen den Beitritt ihrer Region zu Russland forcieren. Außenminister Steinmeier hofft auf einen Runden Tisch. http://www.spiegel.de/politik/ausland/krise-in-der-ukraine-separatisten-wollen-russland-beitritt-a-968969.html
zu Russland ist nicht im Interesse des Landes, daher wird es den auch nicht geben. Zum Tango tanzen braucht es eben 2.
2. wir werden sehen...
ldsponforums 12.05.2014
Zitat von Europeanzu Russland ist nicht im Interesse des Landes, daher wird es den auch nicht geben. Zum Tango tanzen braucht es eben 2.
dass es am 18.5.2014 zu einem Referendum über den Beitritt zur russischen Föderation kommen wird. Und dann werden wir sehen, wie Putin darauf reagiert, ob er wirklich den Beitritt ablehnt oder ob er ihn - demokratisch wie Russland ist - der Duma vorlegen wird. Und alles wird vor dem 25.5.2014 entschieden werden. Dann wäre auch die Präsidentenwahl am 25.5.2014 aus russischer und ostukrainischer Sicht legalerweise illegal.
3. ...
spon-facebook-10000063024 12.05.2014
Zitat von Europeanzu Russland ist nicht im Interesse des Landes, daher wird es den auch nicht geben. Zum Tango tanzen braucht es eben 2.
Sie sollten die Stimmung in Russland nicht vergessen- ven das Donbaz anfragt wird Putin zumindest einigen Druck aus dem Inneren aushalten müssen, sollte er das ablehnen... Er steht zwar momentan in der Gunst der Russen ganz weit oben- aber nichteinmal Putin kann sich dem Wunsch seines Volkes widersetzen- und die Russen wollen es wohl- denn sie sehen ja jeden Tag in den Nachrichten, wie sehr ihre Brüder leiden, wie sehr sie Schutz brauchen, die Konzentrationslager, ... Die Propaganda kann evtl. gestoppt werden- ist aber leider schon in den Köpfen drinn...
4. Kosten Wiedervereinigung
dr_jekyll 12.05.2014
da kann ja Putin schon mal bei Frau Merkel anrufen und anfragen, was die deutsche Wiedervereinigung gekostet hat. Die Ukraine ist ja wie damals die DDR total abgewirtschaftet und der Osten des Landes sowieso. Dann kann die EU wenigstens viel Geld sparen. Es ist kaum vorstellbar dass Putin das will, denn dann würde er den Rest der Ukraine direkt in die Arme des Westens schicken.
5. Was soll das?
Spartakus 12.05.2014
Was zum Teufel hat die USA damit zu tun? Ach vergessen, 400 Amisöldner stellen ja die "neue Ordnung" in der Ostukraine...
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