Von Florian Gathmann und Philipp Wittrock
Berlin - Ein Gespenst geht um in Europa. Das Gespenst heißt: Panik. Die Panik ist inzwischen weit gekommen, sie machte sich von den Rändern des Kontinents auf den Weg, von Irland, Portugal, Griechenland - inzwischen ist sie im Herzen Europas. In Deutschland sorgt man sich dieser Tage um seinen Top-Status bei der Kreditwürdigkeit, genauso sieht es in Frankreich aus. Verliert eine der stärksten Volkswirtschaften sein bisher als sakrosankt angesehenes Triple A, könnte man, so die Sorge, den vereinbarten Euro-Schutzschirm direkt wieder zuklappen.
Es ist die Stunde der Schwarzmaler.
Der Kanzlerin sind solche düsteren Szenarien eigentlich zuwider. Doch selbst Angela Merkel warnt: "Scheitert der Euro, dann scheitert Europa."
Die Panik ist längst auch auf der anderen Seite des Atlantiks angekommen. Zwar witzelte US-Präsident Barack Obama kürzlich darüber, dass er noch nie so viele Telefonate nach Europa geführt habe wie in den vergangenen Wochen, das letzte mit der Kanzlerin am Vorabend des EU-Gipfels. Der Hintergrund der Dauerferngespräche allerdings ist bitterernst: Würde der Euro zusammenbrechen und mit ihm der Wirtschaftsraum auf dem Kontinent, hätte das fatale Folgen für die USA. Nicht weniger groß ist die Sorge vor einem Euro-Crash in Asien.
Die Schuldenkrise hat Europa tatsächlich schwer getroffen. Bisher ist keines der Rettungsrezepte aufgegangen, am Donnerstagabend wollen die Staats- und Regierungschef den nächsten Versuch starten. Vor allem Deutschland und Frankreich haben den Druck spürbar erhöht, endlich einen überzeugenden Ausweg zu finden.
Aber ist das wirklich der letzte Schuss? Was passiert, wenn es erneut nicht gelingt, das Vertrauen der Investoren wiederzugewinnen? Steht Europa wirklich vor dem Abgrund, zerbricht die EU?
Tatsächlich war Europa nie so kraftvoll wie heute. Ein Überblick:
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