Kritik an Caroline Kennedy "New York Times" veröffentlichte gefälschte E-Mail

Die "New York Times" ist einer gefälschten E-Mail aufgesessen. Das renommierte Blatt entschuldigte sich für die Veröffentlichung einer angeblichen Kritik des Pariser Bürgermeisters Bertrand Delanoë an den politischen Plänen von Caroline Kennedy.


New York - Peinliche Panne bei der "New York Times". Die renommierte Zeitung veröffentlichte eine vermeintliche E-Mail des Pariser Bürgermeisters Bertrand Delanoë, die sich jetzt als Fälschung herausstellte. In der in der Montagausgabe veröffentlichten E-Mail fragte sich der angebliche Delanoë, mit welchem Recht Caroline Kennedy, die Tochter des ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy, für den frei werdenden Senatsposten von Hillary Clinton in New York kandidieren wolle. Weiter heißt es in dem Text, die Franzosen sähen darin einen Versuch des "untergehenden Kennedy-Clans", die Polit-Dynastie aufrechtzuerhalten. Dies sei "befremdend und unmöglich". Die Franzosen hätten bislang "konsequent die amerikanische Verfassung bewundert", heißt es in der gefälschten Mail weiter. Aber jetzt scheine es, dass sich Republikaner und Demokraten von einem wirklich demokratischen Modell entfernten. "Können wir von einem amerikanischen Niedergang sprechen?"

Die "NYT" entschuldigte sich jetzt in ihrer Online-Ausgabe bei den Lesern für die Panne. Die Mail hätte niemals ohne vorherige Prüfung veröffentlicht werden dürfen. Die Chefredaktion vermerkte zu dem Vorgang selbstkritisch, die Redaktion habe ihre eigenen Standards verletzt und vor der Veröffentlichung die Authentizität des Schreibens nicht überprüft. Das Blatt habe sich bereits bei Delanoës Büro entschuldigt.

Die republikanische Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin war während des Wahlkampfs einem ähnlichen Scherz aufgesessen: Sie unterhielt sich angeregt mit einem kanadischen Komiker in der Annahme, es handele sich um den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy - und merkte den Scherz auch dann noch nicht, als dessen Bemerkungen immer hanebüchener wurden.

als/AFP



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Zwietracht, 15.12.2008
1.
Zitat von sysopSie ist die Tochter von JFK, jetzt bewirbt sich Caroline Kennedy um Hillary Clintons Nachfolge als Senatorin. Wenn sie von New Yorks Gouverneur ernannt wird, könnte sie das politische Erbe der Dynastie antreten - aber ist sie dafür als Politikerin reif genug?
Sie tut mir leid. Wenn schon angeblich seriöse Medien wie der Spiegel sie auf dieses Kaffekränzchenformat reduzieren glauben zu müssen. Statt sich mit ihr als eigenständiger Person auseinanderzusetzen wird sie erst einmal auf den mit der BILD-Zeitung kleinsten gemeinsamen Nenner gebracht, ganz toll... In einer Wahl-Demokratie gibt es weder eine Dynastie, noch ein politisches Erbe. Wer sich die Monarchie zurücksehnt sollte Bild der Frau und BUNTE lesen. :-)
kwbgjh2, 15.12.2008
2.
Zitat von sysopSie ist die Tochter von JFK, jetzt bewirbt sich Caroline Kennedy um Hillary Clintons Nachfolge als Senatorin. Wenn sie von New Yorks Gouverneur ernannt wird, könnte sie das politische Erbe der Dynastie antreten - aber ist sie dafür als Politikerin reif genug?
Reif genug mit erst 51? Unmöglich, ich bin 48 und habe 4 Bandscheibenvorfälle und daher weiß ich, daß die Frau ist doch sozusagen nicht mal erwachsen ist. Ich bin dafür das Wählbarkeitsalter zumindest in Deutschland auf 67 zu erhöhen. Geronten an die Macht !!
jassojasso, 15.12.2008
3. Monarchie abgeschafft?
Zitat von sysopSie ist die Tochter von JFK, jetzt bewirbt sich Caroline Kennedy um Hillary Clintons Nachfolge als Senatorin. Wenn sie von New Yorks Gouverneur ernannt wird, könnte sie das politische Erbe der Dynastie antreten - aber ist sie dafür als Politikerin reif genug?
Ich dachte wenigstens in den Staaten sei die Monarchie abgeschafft. Wechselt sich nun der Bush Clan wieder mit dem Kennedy Clan ab?
Willie, 16.12.2008
4.
Zitat von sysopSie ist die Tochter von JFK, jetzt bewirbt sich Caroline Kennedy um Hillary Clintons Nachfolge als Senatorin. Wenn sie von New Yorks Gouverneur ernannt wird, könnte sie das politische Erbe der Dynastie antreten - aber ist sie dafür als Politikerin reif genug?
Es sieht so aus, als ob beim Spiegel niemand mehr weiss, was der Begriff Dynastie bedeutet. Ist er doch im vorstehenden Zusammenhang voellig fehl am Platze. Nicht nur gibt es in den USA keine politische Dynastiestruktur, noch nicht einmal der Senatorenplatz, um den sie sich bewirbt, ist derzeit von einem Kennedy besetzt.
yahoo 16.12.2008
5. Caroline Kennedy
Die Frage ist nicht kann Sie, sondern soll Sie? Es gibt keine Familie oder Verband die sich so konsequent für liberale Werte in USA so eingesetzt hat. Es ist wohl ein Witz Ihre Motivitation und Orientierung zu hinterfragen.
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