Verfassungsreferendum Kroatiens Bürger stimmen gegen die Homo-Ehe

Die Bürger des jüngsten EU-Mitglieds Kroatien haben sich in einem Referendum mit großer Mehrheit für ein Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe ausgesprochen. Knapp zwei Drittel stimmten für eine Verfassungsänderung, wonach eine Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau eingegangen werden kann.

Demonstration für die Homo-Ehe: Kroatien entscheidet sich für das Verbot
AFP

Demonstration für die Homo-Ehe: Kroatien entscheidet sich für das Verbot


Zagreb - Obwohl erst 40 Prozent der Stimmen ausgezählt sind, werde sich am Ergebnis nichts mehr ändern, teilten Wahlforscher mit. Das Referendum sei "traurig und sinnlos", sagte Regierungschef Zoran Milanovic nach seiner Stimmabgabe am Sonntag. "Ich hoffe, dies ist das letzte Referendum über Themen, die den persönlichen Bereich der Familien betreffen, in den niemand eindringen sollte." Am Samstag hatten in Zagreb etwa tausend Menschen gegen die Abstimmung demonstriert.

Die Gewinner der Abstimmung freuten sich am Sonntagabend über die "Verteidigung christlich-abendländischer Werte". Prominente Gegner und viele Medien bezeichneten den Ausgang der "Wahl zwischen Diskriminierung und Freiheit" als "Beitritt Kroatiens zum konservativen Ostblock".

Das Referendum war von der konservativen Bürgerinitiative "Im Namen der Familie" angestrengt worden, die dafür 700.000 Unterschriften gesammelt hatte. Die katholische Kirche, der fast 90 Prozent der 4,2 Millionen Kroaten angehören, hatte dazu aufgerufen, für die Verfassungsänderung zu stimmen. Mit der Abstimmung soll die Gleichstellung homosexueller Paare verhindert werden.

Die Mitte-Links-Regierung hatte die Initiative als diskriminierend abgelehnt. Sie will eingetragene Partnerschaften für homosexuelle Paare einführen und hat bereits einen Gesetzesentwurf angekündigt. Auch praktisch alle großen Medien sowie prominente Künstler und Wissenschaftler hatten das als Verstoß gegen die Menschen- und Minderheitenrechte kritisiert.

nck/AFP/dpa



Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 44 Beiträge
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tanmenu 01.12.2013
1. Frechheit
Zitat von sysopAFPDie Bürger des jüngsten EU-Mitglieds Kroatien haben sich in einem Referendum mit großer Mehrheit für ein Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe ausgesprochen. Knapp zwei Drittel stimmten für eine Verfassungsänderung, wonach eine Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau eingegangen werden kann. Kroatien stimmt in Verfassungsreferendum gegen die Homo-Ehe - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/kroatien-stimmt-in-verfassungsreferendum-gegen-die-homo-ehe-a-936664.html)
Da funzt der Mainstream noch nicht so richtig. Raus aus der EU, aber stante pede.
$pieglein_an_der_wand 01.12.2013
2. War klar...
...wieder so ein Land, das noch im Mittelalter lebt !
carlitom 01.12.2013
3. Kroatien
Dass Kroatien so entscheidet - wen wundert's? Katholisch, homophob, machistisch... War klar.
Tharsonius 01.12.2013
4. Da gibts nur eins...
wer Nutznießer finanzieller Mittel der EU, einer zu diesem Thema deutlich ausgeschlosseneren Ländergemeinschaft, sein möchte und so eine mittelalterliche Entscheidung trifft hat hier nix zu suchen. Also einfach Gelder streichen und zur Tür bitten. mein kroatien-Urlaub für nächstes jahr ist gestrichen.^^
Hans58 01.12.2013
5.
Zitat von Tharsoniuswer Nutznießer finanzieller Mittel der EU, einer zu diesem Thema deutlich ausgeschlosseneren Ländergemeinschaft, sein möchte und so eine mittelalterliche Entscheidung trifft hat hier nix zu suchen. Also einfach Gelder streichen und zur Tür bitten. mein kroatien-Urlaub für nächstes jahr ist gestrichen.^^
Da müssen Sie aber viele Länder von Ihrer Liste streichen.
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