Künftiger US-Außenminister Tillerson will China klare Botschaft senden

Der Ton zwischen den USA und China wird rauer: Nun hat der designierte US-Außenminister Tillerson China für sein Vorgehen im südchinesischen Meer kritisiert. Auch zu Russland äußerte sich der 64-Jährige.

Rex Tillerson
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Rex Tillerson


Der designierte US-Außenminister Rex Tillerson hat China wegen dessen Hoheitsanspruchs im Südchinesischen Meer kritisiert und eine härtere Gangart der neuen Regierung angekündigt. Die Errichtung künstlicher Inseln durch China und die Stationierung militärischer Posten darauf sei vergleichbar mit der Annexion der Krim-Halbinsel durch Russland, sagte Tillerson am Mittwoch in seiner Anhörung vor dem US-Senat. Wegen der Aneignung des ukrainischen Gebiets hatten die USA und die Europäische Union Sanktionen gegen Russland verhängt.

Tillerson kündigte eine harte Haltung der neuen Regierung gegen chinesisches Vormachtstreben an. "Wir werden China eine klare Botschaft übermitteln müssen, dass erstens der Bau der Inseln aufhört und dass zweitens euer Zugang zu diesen Inseln nicht erlaubt wird", sagte er. Die USA reagieren bereits mit demonstrativen Patrouillen im Südchinesischen Meer auf die chinesischen Ansprüche. Immer wieder kommt es dabei in dem Seegebiet auch zu direkten Spannungen.

Bei seiner Anhörung im Senat äußerte er sich auch kritisch über Russland. Moskau stelle eine Gefahr dar. Das Land sei aber nicht unberechenbar, was die Verfolgung seiner eigenen Interessen angehe, sagte Tillerson. Auch die Nato-Verbündeten der USA hätten "Grund zur Beunruhigung".

Trump hatte Tillerson Mitte Dezember als Außenminister nominiert. Er verfügt über enge Beziehungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Fassung des Textes wurde Tillerson als 70-Jähriger bezeichnet. Tatsächlich ist er erst 64 Jahre alt. Wir haben den Fehler korrigiert.

bam/Reuters



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hornochse 11.01.2017
1. Diese designierten alten Herren
haben ja quasi ihre Blüte hinter sich nach dem Motto nach mir die Sintflut. Lieber Konfrontation als Deeskalation. Die nachkommenden Generationen werden es schon richten! Wiederaufbau lässt grüßen.
pauschaltourist 11.01.2017
2.
Der erste Politiker, der klar ernsthafte Absichten postuliert, gegen diese dreiste Landnahme Chinas vorzugehen. Und er wird sich auf die Unterstützung sämtlicher von Chinas Vormachtsstreben bedrohten Anrainrainerstaaten verlassen können (gut, bis vermutlich auf die Philippinen). Di Chinesen fühlten sich bislang unangreifbar, konnten sie sich doch auch treudoofe und hilflose Politiker der freien Welt verlassen, die aus wirtschaftlicher Rücksichtnahme jegliche Eskapade der Pseudokommunisten tolerierten.
perser1987 11.01.2017
3. Lustig !!
Was die Ami's sich jedes mal raus nehmen. Die dürfen alles , aber alle anderen müssen hörig sein. Eure Zeit ist vorbei !! Da könnt ihr auch einen Orang Utan zu eurem Präsidenten machen, ihr geht bald unter. Also droht , solange ihr noch könnt, die Chinesen lachen sowieso schon lange über euch. Danke an Trump, dass er dieses starke Land zu einer Lachnummer hat verkommen lassen.
Atheist_Crusader 11.01.2017
4.
"Der designierte US-Außenminister Rex Tillerson hat China wegen dessen Hoheitsanspruchs im Südchinesischen Meer kritisiert und eine härtere Gangart der neuen Regierung angekündigt. Die Errichtung künstlicher Inseln durch China und die Stationierung militärischer Posten darauf sei vergleichbar mit der Annexion der Krim-Halbinsel durch Russland, sagte Tillerson am Mittwoch in seiner Anhörung vor dem US-Senat." Die beiden sind also vergleichbar... heißt das dann auch, dass sie die gleiche Reaktion rechtfertigen? Dann haben die Chinesen nämlich nichts zu befürchten. Ach halt. Mein Fehler. Ich erwarte von der Trump-Administration, dass sie nicht nur grundlegenden Gesetzen der Logik folgt, sondern auch ihren eigenen Aussagen.
nofreemen 11.01.2017
5. Pressen Geschichten
Im Bericht dringt der Wunsch durch, dass die neuen der alten Obama-Spur hoffentlich folgen werden. Man schürt Hoffnungen und verkündet etwas, von dem man weiß das es nicht so ist. Die Trump Leute fahren nicht die selbe Spur wie die Demokraten. Jetzt plötzlich doch. Das ist sehr unglaubwürdig und lässt nichts gutes Ahnen. Aber es ist auch verständlich, schliesslich berighten immer noch genau die Leute die "epochal verloren" haben. Leute die mit allen Prognosen, Hoffnungen und ihren Experten Analysen baden gegangen sind. Sie haben sich aber als Nichtschwimmer geoutet obwohl sie sich gerne als die Bademeister verkaufen. Da besteht sicher Handlungsbedarf. Die Sicherheit der Badegäste (Volk) geht vor. Sollte man meinen.
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