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Flucht aus Kunduz: Deutsche Helfer sollen afghanische Kollegen zurückgelassen haben 

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Sicherheitskräfte in Kunduz: Kampf mit den Taliban

Mehrere Afghanen haben schwere Vorwürfe gegen die deutschen Helfer der GIZ erhoben. Bei der Flucht vor den Taliban sollen die Deutschen nur ihre eigene Rettung im Blick gehabt haben.

Afghanische Mitarbeiter der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) erheben schwere Vorwürfe gegen ihren Arbeitgeber. Laut "Berliner Zeitung" sollen die GIZ-Verantwortlichen rund zwei Dutzend lokale Mitarbeiter am Tag der Erstürmung von Kunduz durch die Taliban ihrem Schicksal überlassen haben. Dabei sei mit Racheakten der Islamisten an den GIZ-Leuten zu rechnen gewesen. Die afghanischen Mitarbeiter sind demnach überzeugt, dass sie und ihre Familien nur durch Zufall überlebt hätten.

Die GIZ wollte sich zu den Vorwürfen bisher nicht äußern. Dem Bericht zufolge bittet die Organisation um Verständnis, dass sie sich nicht "zu Details unseres Sicherheitskonzeptes" äußern könne. Mit den nationalen Mitarbeitern sei sie "in regelmäßigem Kontakt", hieß es laut dem Blatt in der Erklärung weiter.

Die radikalislamischen Taliban hatten Kunduz Ende September in einer Blitzoffensive erobert. Die afghanischen Sicherheitskräfte konnten die Stadt erst nach mehreren Tagen mit internationaler Unterstützung zurückerobern. Am vergangenen Dienstag erklärte die Miliz schließlich ihren Rückzug.

Die GIZ ist eine staatliche deutsche Hilfsorganisation. Sie wurde 2011 aus der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), der Internationalen Weiterbildung und Entwicklung (InWEnt) und dem Deutschen Entwicklungsdienst (DED) gebildet. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Bonn und Eschborn.

ler/AFP

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