Kurioser Vorstoß: Iran fordert Abschaffung von Atomwaffen
Es ist eine bemerkenswerte Initiative eines Landes, das seit langem im Verdacht steht, an einer Atombombe zu werkeln: Irans Außenminister hat einen weltweiten Bann für Nuklearwaffen verlangt. Kein Land dürfe solches Kriegsgerät besitzen.
Teheran - Iran gibt den Atom-Watchdog. Als Reaktion auf den Nukleartest in Nordkorea hat Außenministeriumssprecher Ramin Mehnamparast ein weltweites Embargo von Kernwaffen verlangt. "Alle Atomwaffen sollten abgeschafft werden, und kein Land sollte solche Waffen besitzen", sagte er nach Angaben staatlicher Medien am Dienstag nach dem Bekanntwerden des erneuten Atomtests in Nordkorea.
Das kommunistische Land erwähnte er allerdings nicht direkt. Bemerkenswert ist der Vorstoß, da der Westen Iran seit langem verdächtigt, selbst heimlich an einem Atomwaffenprogramm zu arbeiten.
Teheran bestreitet jede militärische Absicht hinter seinem Kernenergieprogramm. Allerdings hat das Regime von Mahmud Ahmadinedschad bisher auch immer eine konsequente Kontrolle seiner Kernkraftanlagen verweigert.
Nun könnte es allerdings einen neuen Vorstoß geben. Kurz vor Beginn der Atomgespräche in Teheran hat das iranische Außenministerium internationalen Inspekteuren den Besuch einer umstrittenen Militäranlage in Aussicht gestellt. "Diskussionen über einen Besuch von Parchin könnten Teil des Deals sein", sagte der Sprecher Mehmanparast. Einen Zeitpunkt nannte er nicht.
Die Militäranlage Parchin nahe Teheran gilt als besonders umstritten, möglicherweise wurden dort Tests mit Atomsprengköpfen simuliert. Für Mittwoch sind Gespräche zwischen Vertretern der Internationalen Atomenergiebehörde und der iranischen Regierung in Teheran angesetzt. Der Uno-Sicherheitsrat hatte immer wieder neue Sanktionen gegen Iran beschlossen und damit die Wirtschaft des Landes geschwächt.
jok/dpa
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Hauptstadt: Teheran
Staatsoberhaupt und Religionsführer:
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Staats- und Regierungschef:
Mahmud Ahmadinedschad
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