Kurswechsel Direkte US-Gespräche mit Iran

Barack Obama will auch in der Iran-Politik neue Wege gehen. Die neue amerikanische Uno-Botschafterin Susan Rice kündigte direkte Gespräche der US-Amerikaner mit Teheran über das umstrittene Atomprogramm an.


New York - George W. Bush lehnte als US-Präsident Gespräche mit Iran ab, sein Nachfolger Barack Obama will es anders machen: Die neue amerikanische Uno-Botschafterin Susan Rice hat direkte Kontakte der USA mit Teheran über das umstrittene Atomprogramm angekündigt.

"Wir wollen uns in einer lebhaften Diplomatie engagieren, die sowohl eine direkte Diplomatie mit Iran einschließt wie auch die Fortsetzung unserer Zusammenarbeit und Partnerschaft mit den P 5+1", sagte Rice am Montag vor Journalisten in New York. Bisher hatten die "P 5+1", also die fünf Vetomächte des Sicherheitsrats sowie Deutschland, die Federführung bei den Gesprächen mit Iran.

Die fortgesetzte Weigerung Teherans, den Forderungen der internationalen Gemeinschaft nach Einstellung seiner atomaren Anreicherungsaktivitäten nachzukommen, werde den Druck auf Teheran nur vergrößern. Dialog und Diplomatie müssten Hand in Hand gehen mit einer "sehr klaren Botschaft" an Iran, dass die USA und die internationale Gemeinschaft eine Einhaltung der Verpflichtungen erwarteten.

Vor allem die westlichen Länder fürchten, dass Iran unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms an der Entwicklung von Atomwaffen arbeitet.

als/dpa

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