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Kurz vor Olympia: US-Kriegsschiffe treffen im Schwarzen Meer ein

USS "Mount Whitney": Vor der ukrainischen Küste Zur Großansicht
REUTERS

USS "Mount Whitney": Vor der ukrainischen Küste

Präsident Obama hat zwar erklärt, er halte die Olympischen Spiele in Sotschi für sicher. Dennoch schickte die US-Marine ein Kommandoschiff und einen Raketenkreuzer in die Region. Nun sind sie da.

Sotschi - Vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Sotschi sind zwei US-Kriegsschiffe nach russischen Militärangaben im Schwarzen Meer eingetroffen. Der Raketenkreuzer USS "Ramage" (DDG-61) und das Kommandoschiff USS "Mount Whitney" (LCC-20) hätten vor der ukrainischen Küste außerhalb russischer Hoheitsgewässer Stellung bezogen, meldete die Agentur Interfax am Montag unter Berufung auf nicht näher genannte Militärkreise in Moskau. An Bord seien 600 Angehörige der US-Navy.

Nach Attentaten in Wolgograd mit mehr als 30 Toten Ende Dezember sowie neuen Drohungen von Islamisten hatten die USA Russland im Anti-Terror-Kampf Hilfe angeboten, um die Sicherheit am Olympia-Ort zu erhöhen. In Sotschi beginnen am Freitag die Winterspiele.

Islamisten aus dem benachbarten russischen Konfliktgebiet Nordkaukasus hatten gedroht, das Weltsportereignis mit allen Mitteln zu verhindern. Die Terroristen kämpfen in der Unruheregion für einen von Moskau unabhängigen islamischen Gottesstaat. Die Sicherheitsvorkehrungen bei Olympia sind beispiellos. Nach offiziellen Angaben sind 40.000 Uniformierte im Einsatz.

Gewisse Risiken bleiben

Trotz dieser Drohungen hatte US-Präsident Barack Obamadie Winterspiele in Sotschi kürzlich für sicher erklärt. "Wir raten Amerikanern keinesfalls davon ab, an diesem unglaublich wundervollen Ereignis teilzunehmen", sagte er in einem Interview des TV-Senders CNN. Wer hinfahren möchte, solle das tun.

Zwar gebe es immer gewisse Risiken bei derartigen internationalen Großveranstaltungen - das hätten die USA selbst etwa beim Boston-Marathon erfahren müssen. Doch der amerikanische Präsident sprach den russischen Behörden, mit denen die US-Regierung eng zusammenarbeite, sein Vertrauen aus.

Das US-Außenamt hatte Mitte Januar Russland-Reisende vor Terrorismus, Kriminalität und den Gesetzen zu homosexueller Propaganda gewarnt. Zudem sei die medizinische Versorgung in der Olympia-Stadt dem Großereignis möglicherweise nicht gewachsen und unterscheide sich deutlich von westlichen Standards, hieß es.

Der Reisehinweis wurde für die Zeit bis zum 16. März ausgesprochen, das ist eine Woche nach dem Ende der Paralympics, die auf die Winterspiele folgen.

ler/dpa

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insgesamt 48 Beiträge
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1. Interessant
purzel1950 03.02.2014
Ukrainische Küste...
2. Aha, jetzt amerikanische Kriegsschiffe
redbayer 03.02.2014
vor der ukrainischen Küste, wohl auf Einladung des Präsidenten und natürlich ein Raketenkreuzer, ist unbedingt wichtig um für die Sicherheit von Sportlern zu sorgen z. B. ein Stadion mit Raketen anzugreifen, wenn sich dort ein möglicher Terrorist im Publikum aufhält. Für wie blöd hält eigentlich der Obama den Rest der Welt? Als die Sowjetunion einmal Raketen in Kuba vor der Haustür der USA aufgestellt hat, da war der Kennedy gleich bereit einen globalen Atomkrieg zu führen.
3.
PublicTender 03.02.2014
Zitat von sysopREUTERSPräsident Obama hat zwar erklärt, er halte die Olympischen Spiele in Sotschi für sicher. Dennoch schickte die US-Marine ein Kommandoschiff und einen Raketenkreuzer in die Region. Nun sind sie da. http://www.spiegel.de/politik/ausland/kurz-vor-olympia-us-kriegsschiffe-treffen-im-schwarzen-meer-ein-a-950749.html
Was soll das? Kommandoschiffe und Raketenkreuzer sind Offensiveinheiten. Für Evakuierungen und humanitäre Unterstützung wären Hubschrauberträger wie die USS Wasp wesentlich besser geeignet. Beunruhigend...
4. Das grenzt an Wahnsinn!
kilroy-was-here 03.02.2014
US Kriegsschiffe haben in dieser Region nichts verloren. Das ist alles andere als friedensfördernd. Es ist schlechthin eine.Provokation. Weshalb Mr. Obama den Friedensnobelpreis erhalten hat wäre interessant zu erfahren...!
5. das paßt wie die faust
maki1961 03.02.2014
aufs auge.der Demokrat und boxer bekomen euro zusagen und zur not stehen kriegs bzw freundshaftsschiffe bereit.die opo muß man fördern und unterstützen.wie recht doch der steini hat.die ukraine muß zur Eurozone.da hat man einen besseren überblick auf die russische schwarzmeerflotte.ich weiß schon heute die SPD ist für mich gestorben.
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Reisetipps für Olympia-Gäste in Sotschi
Tickets für die Wettbewerbe
Über die offizielle Ticketseite können nur in Russland wohnende Olympia-Fans Karten kaufen. In Deutschland bucht man bei dem offiziellen Ticketverkäufer Dertour, der auch eine Übersicht über alle Wettbewerbe und Eintrittspreise anbietet. Zusätzlich zum Ticket braucht jeder Zuschauer einen "Spectator Pass", den er im Vorfeld der Veranstaltung online über die Website pass.sochi2014.com beantragen kann oder in einem der Registrierungszentren, wo man ihn auch abholen und aktivieren lassen muss. Eine Übersicht der Adressen mit Lageplan ist ebenfalls auf pass.sochi2014.com abrufbar.
Anreise mit dem Auto
Fast 3000 Kilometer trennen Berlin und Sotschi. Entsprechend beschwerlich gestaltet sich die Anreise, wenn man nicht das Flugzeug nimmt. Etwa 34 Stunden dauert eine Autofahrt durch Polen und die Ukraine nach Russland. Aber Achtung: Auch der Verkehr in Sotschi selbst war zuletzt wegen der vielen olympiabedingten Baustellen stark beeinträchtigt - das Aufkommen während der Olympischen Spiele wird kaum geringer sein. Um die Lage auf den Straßen zur Zeit des Großereignisses etwas zu entspannen, darf der offizielle Olympia-Verkehr auf gesonderten Spuren fahren - wie in London im Sommer 2012.
Anreise mit der Bahn
Wer mit der Bahn nach Sotschi fahren möchte, muss von Berlin aus etwa 56 Stunden im Zug verbringen - das ist die kürzeste Verbindung, die die Deutsche Bahn und die russische Eisenbahn RZD anbieten. Mit dem Nachtreisezug EuroNight aus Paris (Halt unter anderem auch in Mannheim, Frankfurt am Main, Fulda, Hannover und Frankfurt (Oder)) gelangt man in etwa 24 Stunden nach Moskau. Je nach Verbindung geht es dann mit teils zwei- bis dreimal Umsteigen weiter nach Sotschi. Informieren kann man sich auf der Serviceseite der Deutschen Bahn, buchen nur in den Reisezentren.
Anreise mit dem Flugzeug
Lufthansa bietet vom 24. Januar bis zum 17. März Direktflüge von Frankfurt am Main aus an, die dreieinhalb Stunden dauern. Die russische Airline Orenair fliegt von Ende Januar bis Anfang März von Frankfurt am Main, München und Düsseldorf nach Sotschi. Eine Alternative ist der Umweg über Moskau: Unter anderem Air Berlin, Lufthansa und German Wings fliegen einen der drei internationalen Flughäfen der russischen Hauptstadt von Deutschland aus an, unter anderem von Hamburg, Berlin, München und Frankfurt am Main. Vom Flughafen Sotschi, der im 30 Kilometer entfernten Adler liegt, gelangt man per Zug, Taxi oder Shuttle ins Zentrum, zu den olympischen Stätten und zu den Unterkünften.

Eine weitere Möglichkeit ist die Verbindung Dresden-Krasnodar, die Hamburg Airways einmal wöchentlich anbietet. Von Krasnodar aus gelangt man per Zug oder mit dem Auto nach Sotschi.
Anreise mit dem Schiff
Auch eine Anreise per Schiff ist möglich, schließlich liegt Sotschi am Schwarzen Meer. Direkte Seeverbindungen gibt es von Noworossijsk etwas weiter nördlich an der Küste (circa dreieinhalb Stunden) sowie vom südlich gelegenen Trabzon in der Türkei (je nach Boot viereinhalb bis zwölf Stunden). Informationen zu möglichen Verbindungen gibt es auf der offiziellen Seite des Hafens von Sotschi.
Unterkünfte
Man sollte sich gut überlegen, wo man unterkommt: In Sotschi herrscht schon ohne Olympia-Gäste großes Verkehrschaos. Die Stadt ist mit 147 Kilometern der längste Kurort der Welt, und die beiden Wettkampf-"Cluster" in den Bergen und an der Küste nahe dem Flughafen liegen 48 Kilometer auseinander.

Sotschi ist ein beliebter Kur- und Badeort mit vielen Hotels, Pensionen und andere Unterkünften, die auch über Plattformen wie Booking , HRS oder Hotels.com im Internet buchbar sind. Die offizielle Website der Olympischen Spiele bietet ebenfalls eine Zimmervermittlung an.

Unterkünfte auf sieben schwimmenden Hotels sind direkt beim Veranstalter reservierbar: Die Kreuzfahrtschiffe der russischen TUI-Travel-Tochteragentur Svoy TT liegen vom 5. bis zum 24. Februar vor Sotschis Schwarzmeerküste. Jeweils bis zu tausend Passagierplätze liefern sie laut der Nachrichtenagentur Ria Novosti. Komplettpakete aus Übernachtungen auf dem Schiff plus Flug bietet Dertour an.
Benötigte Papiere
Wichtig bei Russland-Reisen: Der Reisepass muss noch sechs Monate gültig sein, zudem braucht man ein Visum. Das Russische Visazentrum in Berlin braucht zwischen vier und 20 Kalendertagen für die Bearbeitung. Bei einer erhöhten Gebühr (95 statt 60 Euro) verkürzt sich die Zeit auf ein bis drei Arbeitstage. Auch spezielle Visaagenturen können ein Visum beantragen. Informationen gibt es bei der russischen Botschaft und über das Auswärtige Amt. Vor der Einreise muss man zudem eine "Migration Card" ausfüllen, von der man einen Abschnitt für die Dauer des Aufenthalts zurückerhält und bei der Ausreise wieder abgeben muss.
Kleidung und Wetter
Sotschi wirbt mit einem "milden subtropischen Klima, hohen Bergen mit viel Grün, einem warmen azurblauen Meer, heilenden mineralischen und Matsesta-Quellen". Die Stadt sei "einer der besten Küsten- und balneologischen Erholungsorte weltweit" - und aufgrund der umgebenden Berge zudem ideal für Wintersport. Die Durchschnittstemperatur liegt im Winter bei acht bis zehn Grad Celsius. Besucher der Olympischen Spiele sollten darauf achten, sich richtig anzuziehen, heißt es auf der offiziellen Olympia-Seite. Das Wetter könne schnell umschlagen, und besonders in den Bergen sollte man sichergehen, warme und wasserdichte Kleidung zu tragen, um sich vor großen Mengen Schnee zu schützen.


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