Lädierter Präsident Bush fiel vom Fahrrad

Der mächtigste Mann der Welt ist auf die Nase gefallen - beim Fahrradfahren. US-Präsident George W. Bush stürzte bei einer Querfeldeintour nahe seiner texanischen Ranch von seinem Mountainbike und zog sich dabei Prellungen und Hautabschürfungen zu.


Leicht lädiert: Bush nach dem unfreiwilligem Abstieg vom Fahrrad
REUTERS

Leicht lädiert: Bush nach dem unfreiwilligem Abstieg vom Fahrrad

Crawford - "Er erlitt leichte Abschürfungen und Kratzer an seinem Kinn, der Oberlippe, seiner Nase, der rechten Hand und beiden Knien", sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Trent Duffy, am Samstag in Crawford. Sein Arzt Richard Tubbs, der ihn auf der Tour begleitete, habe die Wunden noch an Ort und Stelle gereinigt und versorgt. Anschließend sei der Präsident, der Helm und Mundschutz trug, wieder aufs Fahrrad gestiegen und die verbliebenen zwei Kilometer bis nach Hause geradelt. Bush geht es Tubbs Angaben zufolge gut.

Wie es zu dem Sturz gekommen ist, sei unklar, sagte Duffy. Es habe den ganzen Tag geregnet und der Boden sei aufgeweicht gewesen. Bush, 57, war nach Angaben seines Sprechers auf den letzten zwei Kilometern von einer knapp 29 Kilometer langen Fahrradtour auf seiner Ranch in Crawford im US-Bundesstaat Texas.

Trotz seiner Verletzungen hat Bush am Samstagabend an einer Feier anlässlich des Abschlusses seiner Tochter Jenna an der Universität von Texas in Austin teilgenommen. Der Präsident werde aber um das Kinn einen Verband tragen, hatte Duffy zuvor angekündigt.

Anfang Mai war auch sein demokratischer Herausforderer bei der Präsidentenwahl im November, John Kerry, vom Fahrrad gestützt, blieb aber unverletzt. "Ich hoffe, es geht ihm gut", sagte Kerry nach der Nachricht von Bushs Unfall. "Ich wusste nicht, dass der Präsident Fahrrad fährt."

Die Nation hatte sich schon einmal ernste Sorgen um Bushs Wohlergehen machen müssen. Im Januar 2002 war der Präsident beim Fernsehen plötzlich in Ohnmacht gefallen und vom Sofa gerutscht. Die linke Wange und das Kinn schlug er sich damals auf. Schuld an der Bewusstlosigkeit, so das damalige ärztliche Bulletin, sei eine Brezel gewesen, die unvollendet gekaut auf das Nervensystem des Präsidenten drückte - eine These, über die die Welt noch lange rätselte.

Für Montag hat Bush eine landesweite Ansprache über das weitere Engagement der USA im Irak geplant.



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