Friedensnobelpreisträger: Walesa will Homosexuelle hinter Mauer verbannen

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Ex-Solidarnosc-Chef Walesa: "Sie müssen sich mit kleinen Dingen abfinden"

Homosexuelle sollen nach Ansicht des früheren polnischen Arbeiterführers Lech Walesa im Parlament in der letzten Reihe sitzen - oder gleich hinter einer Mauer. Der Friedensnobelpreisträger will nicht, dass seine "Kinder und Enkel von dieser Minderheit verwirrt werden".

Warschau - Er ist Friedensnobelpreisträger, doch regelmäßig sorgt der frühere polnische Arbeiterführer Lech Walesa mit seinen Aussagen für Unverständnis. Auch in der Diskussion um Homo-Ehen in Polen hat sich der 69-Jährige eine Entgleisung geleistet. Nach Walesas Meinung sollten homosexuelle Abgeordnete im Parlament in der letzten Reihe sitzen - "und sogar hinter einer Mauer".

Auch Demonstrationen von Schwulen und Lesben sollten nicht im Stadtzentrum, sondern in Außenbezirken stattfinden. "Ich will nicht, dass diese Minderheit, mit der ich nicht einverstanden bin, auf die Straßen geht und meine Kinder und Enkel verwirrt", so Walesa im polnischen Fernsehsender TVN 24. Die Homosexuellen müssten wissen, dass sie eine Minderheit seien. "Sie müssen sich mit kleinen Dingen abfinden, sollen aber nicht nach Gipfeln streben", so Walesa, der für seinen Kampf für die Unabhängigkeit Polens 1983 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden war.

In Polen ist ein politischer Streit um eingetragene Partnerschaften für homosexuelle Paare entbrannt. Die liberalkonservative Regierung und die Linksopposition bereiten dazu Gesetzesinitiativen vor. Dagegen lehnen nationalkonservative Politiker rechtliche Verbesserungen für schwule und lesbische Paare ab.

max/dpa

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1.
DJ Doena 01.03.2013
Man könnte ja auch ein Stadtteil in Warschau einmauern und sie dahinter tun...
2.
sebastian_f 01.03.2013
Zitat von DJ DoenaMan könnte ja auch ein Stadtteil in Warschau einmauern und sie dahinter tun...
Ja oder man baut eine kleine Stadt, wo sie wohnen und arbeiten können.
3. Und dabei
Limus 01.03.2013
ist Polen noch das liberalste Land des alten Ostblocks. Man schaue nur in die Slowakei, nach Ungarn oder gar nach Russland, wo die Schwulenhatz zum Tagesgeschäft gehört. Letztlich ist es auch ein Generationenkonflikt. Die Jüngeren sind da aufgeschlossener als die Älteren, die ja auch eher zu Rechtsnationalisten und Klerus tendieren, während die Jüngeren eher schon in Europa angekommen sind. Habe das selbst in der entfernten Verwandtschaft erlebt, wo sich bei den Älteren aufs widerlichste Schwulenhass und Antisemitismus mischen. :(
4. Viel zu tun
DOLAN 01.03.2013
Es gibt noch viel zu tun, für Gerechtigkeit und Gleichbehandlung. Nicht nur in Deutschland. Aber einfacher ist es Minderheiten zu diskriminieren.
5.
zweiundvierzig 01.03.2013
Zitat von sysopHomosexuelle sollen nach Ansicht des früheren polnischen Arbeiterführers Lech Walesa im Parlament in der letzten Reihe sitzen - oder gleich hinter einer Mauer. Der Friedensnobelpreisträger will nicht, dass seine "Kinder und Enkel von dieser Minderheit verwirrt werden". Lech Walesa will Homosexuelle im Parlament hinter Mauer verbannen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/lech-walesa-will-homosexuelle-im-parlament-hinter-mauer-verbannen-a-886474.html)
Man gibt ja nicht gerne zu, dass man etwas nicht versteht, aber das verstehe ich einfach nicht. Ich versuche, zu verstehen, wieso Leute Probleme mit Homosexualität haben, ich versuche es mir vorzustellen, mich da hinein zu versetzen. Aber es klappt nicht, ich finde nicht den geringsten Grund. Ich sehe nicht das geringste Problem. Kann mir das jemand also mal erklären?
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