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29. November 2013, 16:12 Uhr

Attacke auf Soldat in London

Staatsanwalt wirft Angeklagten barbarischen Mord vor

Der Mord an dem britischen Soldaten Lee Rigby schockierte die Welt. Im Prozess hat der Staatsanwalt jetzt den Angeklagten eine "feige und mitleidlose Attacke" vorgeworfen. Sie sollen ihr Opfer mit Messern und einem Fleischerbeil verstümmelt haben.

London - Im Prozess um die Ermordung von Lee Rigby hat der Staatsanwalt den Angeklagten einen "barbarischen Angriff" auf den britischen Soldaten vorgeworfen.

Die Angeklagten, der 28-jährige Michael Adebolajo und der 22-jährige Michael Adebowale, hätten nach ihrer "feigen und mitleidlosen Attacke" den toten Körper des 25-jährigen Rigby "mit einem Fleischbeil und Messern verstümmelt". Offenbar hätte einer von ihnen versucht, Rigby zu enthaupten, was ihm auch fast gelungen sei.

Die beiden zum Islam konvertierten Briten nigerianischer Abstammung sind wegen Mordes und Mordversuchs angeklagt. Sie plädieren auf nicht schuldig. Sie werden beschuldigt, am 22. Mai den 25-jährigen Soldaten Rigby vor seiner Kaserne im Südosten Londons mit dem Auto angefahren und dann brutal getötet zu haben.

Passanten hatten den Mord vor der Kaserne von Woolwich gefilmt. In einem der Handy-Videos bezeichnete Adebolajo mit einem blutigen Messer in der Hand die Tat als Vergeltung für die Tötung von Muslimen durch britische Soldaten. Rigby hatte früher in Afghanistan gedient.

Adebolajo, der im Prozess mit dem Namen Mujaahid Abu Hamza angeredet werden will, und Adebowale, der sich Ismail Ibn Abdullah nennen lässt, wird auch ein Mordversuch an zwei Polizisten am Tatort vorgeworfen. Die beiden Angeklagten hatten sich ihrer Festnahme widersetzt und waren dabei durch Schüsse der Polizei verletzt worden.

ade/AFP/dpa

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