Hetze gegen Muslime Rechtsextremisten erzwingen Schließung von Legoland

Der Vergnügungspark Legoland bei London beugt sich dem Druck von Rechtsextremisten. Radikale hatten die Parkleitung mit Drohungen überzogen, um den Besuch einer muslimischen Organisation zu verhindern. Jetzt bleibt die Touristenattraktion bis Ende der Woche geschlossen.

Legoland in Windsor: Besuch einer muslimischen Organisation abgesagt
AP

Legoland in Windsor: Besuch einer muslimischen Organisation abgesagt


London - Der Vergnügungspark Legoland in Windsor bei London gibt Drohungen von britischen Rechtsextremisten nach: Bis Ende der Woche bleiben die Kinderattraktion und das dazugehörige Hotel geschlossen. Die "unglaublich schwierige Entscheidung" sei nach Abstimmung mit der Polizei getroffen worden, aber die Sicherheit von Besuchern und Personal hätte nicht garantiert werden können.

Die Muslimische Stiftung für Forschung und Entwicklung hatte einen privaten Ausflug in den Park geplant. Mehr als 4000 Angehörige unterschiedlicher Herkunft und Konfession hätten Karten reserviert, teilte die Organisation mit.

Doch seit zwei Wochen gingen nach Angaben einer Sprecherin telefonisch, per E-Mail und in sozialen Netzwerken Drohungen von rechtextremistischen Organisationen ein, darunter die English Defence League und Casuals United. Zeitweise musste Legoland seine Facebook-Seite aufgrund von rechtsradikalen Kommentaren abschalten. Ein Blogger bezeichnete das geplante Treffen als "widerlich". Es dürfe nicht stattfinden.

als/AFP/dpa



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