Libanon Viele Tote bei Anschlag auf iranische Botschaft in Beirut

Die libanesische Hauptstadt Beirut ist von schweren Explosionen erschüttert worden. Ziel des Angriffs war die iranische Botschaft. Sicherheitskräfte berichten von zahlreichen Todesopfern. Unter ihnen ist auch Teherans Kulturattaché. Eine sunnitische Terrorgruppe übernahm die Verantwortung.


Beirut - Bei einem Anschlag auf die iranische Botschaft im Libanon sind mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 140 weitere verletzt worden. Diese Zahlen nannte das libanesische Gesundheitsministerium. Nach Angaben von Sicherheitskräften soll eine Autobombe nahe dem Gebäude im Süden der Hauptstadt Beirut detoniert sein.

Augenzeugen berichten von insgesamt zwei Explosionen, die sich im Abstand von etwa zwei Minuten ereignet hätten. Der Botschaftsbau soll beschädigt worden sein. Erste Fernsehbilder vom Tatort zeigten schwere Schäden in dem Gebiet. Eine dichte Rauchsäule steht über dem Viertel.

Iranische Diplomaten und libanesische Sicherheitskräfte bestätigten am Dienstag, dass auch der iranische Kulturattaché Ibrahim al-Ansari bei dem Attentat getötet wurde. Irans Botschafter Ghadanfar Rukn Abadi machte in einer ersten Stellungnahme "zionistische Agenten" für die Tat verantwortlich.

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Attentat auf Irans Botschaft: Doppelanschlag in Beirut

Via Twitter übernahmen die "Abdullah-Azzam-Brigaden" die Verantwortung für den Anschlag. Die Gruppe unterhält enge Kontakte zum Qaida-Netzwerk in der Region. Ein Sprecher kündigte an, dass die Angriffe gegen Iran und seine Verbündeten fortgesetzt würden, bis sich die Hisbollah aus Syrien zurückziehe. Die USA stufen die Azzam-Brigaden seit Mai 2012 als Terrororganisation ein.

Anschlag vor den Atomverhandlungen in Genf

Der Fernsehkanal der Hisbollah, al-Manar, sowie die staatliche Nachrichtenagentur berichteten, es habe sich zunächst ein Selbstmordattentäter auf einem Motorrad in die Luft gesprengt, anschließend sei eine Autobombe detoniert. Sicherheitskameras sollen die Täter aufgezeichnet haben.

Irans Botschaft befindet sich nahe der Stadtviertel von Beirut, die von der mit Teheran verbündeten Hisbollah-Miliz kontrolliert werden. In diesen Stadtteilen hatten sich in diesem Jahr bereits mehrere Bombenanschläge ereignet, für die syrische Rebellen verantwortlich gemacht wurden. Mindestens ein weiterer Anschlag konnte in letzter Minute verhindert werden. Iran und die Hisbollah gehören im syrischen Bürgerkrieg zu den wichtigsten Verbündeten des Diktators Baschar al-Assad.

Der Anschlag ereignete sich einen Tag bevor Iran und die sogenannten P5+1-Staaten in Genf die Verhandlungen um das iranische Atomprogramm wieder aufnehmen. Zuletzt hatten sich beide Seiten im Nuklearkonflikt angenähert.

syd



Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 20 Beiträge
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Seite 1
anonym187 19.11.2013
1. tja die sogenannten syrischen Rebellen
benutzen die Waffen, die wir im 11. September auch so ähnlich gesehen haben! Unschuldige Zivilisten oder Diplomaten werden Ziele solche radikale Terroristen! Ich finde es nur unverschähmt, dass man die ganze Zeit von Rebellen redet! Es ist doch seit langem klar, dass es sich um salifistische, terroristische Vereinigungen handeln, die von Saudi Arabischen Waffen und Geld finanziert werden! Die Saudis wiederum werden von unseren Waffen aufgerüstet! Daher sind wir auch mit größter Wahrscheinlichkeit daran Schuld, dass wieder unschuldige Menschen sterben müssten! Wir müssen endlich klarstellen, dass wir uns von solche Gruppierungen klar distanzieren, denn gerade diese terroristische Aktivitäten haben wir auch in Irak oder in Afghanistan gesehen!
Forums-Geschwurbel 19.11.2013
2.
Es gibt ja nur zwei Geheimdienste, denen man sowas ständig andichtet. Sie können sich Ihr Getuschel also sparen ...
MHB 19.11.2013
3. Interessiert nicht
die ganze Gegend da unten ist eh für den Arsch, tut mir leid um die Menschen, die nicht irgendeiner Wahnsinnigen Ideologie welcher Form auch immer angehören, aber der Nahe Osten ist nun einmal ein Affenhaus. Etwas grob formuliert, aber so denke ich mittlerweile, wenn ich dauernd diesen Kram lese. Wieviel Idiotismus hinter dem ganzen Kram steckt kann man sich vielfach auf LiveLeak anschauen.
magetasalex 19.11.2013
4. hmmmmmmmmmm...
Der anerkannter Maßen beste der Welt denke ich mal:-)
ant-ipod 19.11.2013
5. Nichts wissen, macht nichts...
Zitat von anonym187benutzen die Waffen, die wir im 11. September auch so ähnlich gesehen haben! Unschuldige Zivilisten oder Diplomaten werden Ziele solche radikale Terroristen! Ich finde es nur unverschähmt, dass man die ganze Zeit von Rebellen redet! Es ist doch seit langem klar, dass es sich um salifistische, terroristische Vereinigungen handeln, die von Saudi Arabischen Waffen und Geld finanziert werden! Die Saudis wiederum werden von unseren Waffen aufgerüstet! Daher sind wir auch mit größter Wahrscheinlichkeit daran Schuld, dass wieder unschuldige Menschen sterben müssten! Wir müssen endlich klarstellen, dass wir uns von solche Gruppierungen klar distanzieren, denn gerade diese terroristische Aktivitäten haben wir auch in Irak oder in Afghanistan gesehen!
Stimmt, es sind in Syrien keine Rebellen, sondern Revolutionäre. Wer so naiv ist und auf den "Terroristenquatsch" von Baschar Al-Assad hereinfällt, weil er die gerechte Opposition gegen ein Massenmordendes Regime nicht sehen will, der hat offenbar weder ein Interesse an Aufrichtigkeit, noch an den Werten, auf deren Basis er/sie sich echauffiert. Der größte Mörder in Syrien ist Baschar Al-Assad und der Iran und Russland engagieren sich jenseits des Völkerrechts militärisch in Syrien, durch Geld, Berater, Waffen, Munition, Söldner und diplomatische Protektion. Wer aktiv in einen Konflikt eingreift, wie der Iran es unternimmt, der ist Kriegspartei. Eine Botschaft - und erst Recht Zivilisten - sind qua Völkerrecht zwar Tabu und jeder Tote ist grundsätzlich bedauerlich. Wundern aber dürfen wir uns nicht, wenn der Iran erntet, was er säht - Gewalt und Tot für ihn und seine Hisbollah. Das sind die Terroristen.
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