Brennpunkt Libyen 20.000 Migranten kehren in ihre Heimat zurück

Die Zusammenarbeit der EU in der Migrationspolitik mit Libyen soll erste Ergebnisse zeigen: Rund 20.000 Flüchtlinge haben demnach das Land verlassen haben.

Flüchtlinge in Libyen
AFP

Flüchtlinge in Libyen


Knapp 20.000 Migranten sind in den vergangenen Monaten aus Libyen in ihre Heimat zurückgekehrt. Das teilte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini mit. Diese Entwicklung sei ein Ergebnis der Zusammenarbeit der Europäischen Union mit der Afrikanischen Union und den Vereinten Nationen. Im November hatten die Beteiligten eine gemeinsame Task Force gegründet, um die Menschen von der Flucht nach Europa abzubringen und zur Umkehr zu bewegen.

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Libyen: Das Land der Menschenhändler

Im April diesen Jahres hatte die EU bekanntgegeben, noch enger mit Libyen zusammenarbeiten zu wollen - trotz heftiger Kritik. In Libyen werden Flüchtlinge misshandelt und gefoltert, Banden halten afrikanische Migranten in Lagern gefangen. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte das Land im vergangenen Jahr als "Hölle" für Flüchtlinge bezeichnet. Er forderte die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten dazu auf, Verbrechen gegen Flüchtlinge in Libyen zu unterbinden.

(Mehr zur Aktion "Deutschland spricht" finden Sie hier .)

Mogherini hatte dennoch eine EU-Vertretung und eine EU-Grenzschutz-Unterstützungsmission eröffnet. Man wolle "die Kapazitäten der Behörden nordafrikanischer Staaten durch den Ausbau ihrer Grenzüberwachungssysteme stärken", damit diese "gegen irreguläre Migration und illegalen Handel vorgehen können", sagte sie im April.

eaz/dpa



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