Libyen Unbekannte feuern Granate auf Konvoi des britischen Botschafters

Anschlag auf den britischen Botschafter: In der libyschen Hafenstadt Bengasi haben Unbekannte den Autokonvoi des Diplomaten mit einer Granate beschossen. Zwei Leibwächter des Gesandten wurden verletzt.

Beschädigte Windschutzscheibe vor britischem Konsulat in Bengasi: Zwei Verletzte
REUTERS

Beschädigte Windschutzscheibe vor britischem Konsulat in Bengasi: Zwei Verletzte


Bengasi - Der Angriff geschah nur wenige Meter vom Konsulatsgebäude entfernt: Ein Konvoi der britischen Vertretung ist in der ostlibyschen Hafenstadt Bengasi von einer Granate getroffen worden. Wie die Botschaft in der Hauptstadt Tripolis bestätigte, wurde am Nachmittag ein Fahrzeug des britischen Konvois getroffen. Zwei Sicherheitsmitarbeiter seien verletzt worden.

Über den Ort des Anschlags gibt es unterschiedliche Angaben: Laut dem libyschen Vize-Innenminister Unis al-Scharef war der britische Botschafter gerade auf dem Weg zum Bildungsministerium, als auf den Konvoi geschossen wurde. Demgegenüber gaben lokale Sicherheitsbeamte an, der Botschafter sei gerade auf dem Rückweg von einem Restaurant nahe des Konsulats gewesen, wo er und seine Mitarbeiter zu Mittag gegessen hätten.

Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP sah ein gepanzertes Fahrzeug mit Diplomatenkennzeichen, das vor dem britischen Konsulat in Bengasi geparkt war. Auf dem vorderen Beifahrersitz war Blut zu sehen; die beiden verletzten Leibwächter befänden sich in medizinischer Behandlung, teilte die Botschaft in Tripolis mit. Lokale Sicherheitsbeamte sprachen von leichten Verletzungen.

Erst vor knapp einer Woche war die US-Botschaft in Bengasi Ziel eines Bombenanschlags. Einen Tag zuvor hatte die Regierung in Washington bekanntgegeben, den Vizechef des Terrornetzwerks al-Qaida, Abu Jahja al-Libi, durch einen Drohnenangriff in Pakistan getötet zu haben.

fdi/AFP/Reuters



insgesamt 4 Beiträge
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robert.haube 11.06.2012
1. Al Qada will Westen aus Libyen wegbomben
Die Bilder der französischen Nachrichtenagentur AFP von der Demonstration der Al-Qaida vor drei Tagen in Benghazi müssten bei allen westlichen Botschaften Alarm ausgelöst haben. Die Wagenkolonne der Bewaffneten unter den schwarzen Al-Qaida-Fahnen mit dem Silbermond waren eine direkte Warnung. Spannend ist es heute auch südlich von Benghazi: In der Oase Kufra wird wieder gekämpf und dies auch in der Nähe des Elephant-Ölfeldes.
Onkel_Karl 11.06.2012
2. bYXBNAE
Zitat von sysopREUTERSAnschlag auf den britischen Botschafter: In der libyschen Hafenstadt Bengasi haben Unbekannte den Auto-Konvoi des Diplomaten mit einer Granate beschossen. Zwei Leibwächter des Gesandten wurden verletzt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,838256,00.html
Unbekannte? Es waren bestimmt die Schergen von Assad,die nach Libyen marschiert sind,damit dort keine Demokratie errichtet wird.. Macht eure Arbeit Jungs,hört auf Angst zu haben und berichtet über das,was die ganze Welt längst weiss. Ganz Afrika in Brand gesetzt und trotzdem munter weiter berichten von glücklichen Menschen,die alles verloren haben und auf der Flucht sind aber dafür "frei"...kein Haus mehr,keine Familie,kein Einkommen...schande ist die Berichterstattung für eine Demokratie. Ich weiss das es hier zensiert wird aber egal,den letzten Satz wirst du schon lesen ...und sollst dich schämen
robert.haube 12.06.2012
3. Revolution rückwärts
af.reuters.com berichtet von gewalttätigen Demonstrationen der Salafisten in Tunis. Das wars jetzt wohl mit der "Facebook-Revolution" dort und eine "Rolle rückwärts" auch in Tunesien. p.s. www.libyaherald.com berichtet soeben, das Zintan-Brigaden in Tripolis gestern 33 Regierungsfahrzeuge des NTC beschlagnahmt haben, um angeblich ausstehende Löhne und Gehälter einzufordern.
tkgdfk 12.06.2012
4. na sowas
Das waren doch bestimmt irgendwelche von den 90% Libyern die laut einer "Meinungsumfrage" des "ZDF" glücklich oder überglücklich mit den neuen Machtverhältnissen sind. Jene Umfrage, finanziert aus deutschen GEZ-Gebühren, bei der die Befrager von Haus zu Haus gingen und in der Nähe schon die islamistischen Killerkommandos lauerten für den Fall das jemand die falschen Antworten lieferte. Wo sind eigentlich die ganzen Jubelperser geblieben, die immer gegen besseres Wissen behauptet haben es ginge bei diesem brutalen Angriffskrieg um die Herstellung demokratischer Verhältnisse? Diese Leute mischen wohl lieber beim neuen Lügentsunami im Fall Syrien mit, wer interressiert sich denn noch für Libyen nachdem das Land faschistisch "befreit" wurde?
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