Libyen Tote und Verletzte bei Doppelanschlag in Bengasi

In der ostlibyschen Stadt Bengasi sind mindestens 22 Menschen getötet worden, Dutzende weitere sind verletzt. In der Nähe einer Moschee waren zwei Autobomben explodiert.

Libysche Einsatzkräfte in Bengasi vor einem Haftar-Plakat (Archivbild)
AFP

Libysche Einsatzkräfte in Bengasi vor einem Haftar-Plakat (Archivbild)


Bei einem Doppelanschlag im libyschen Bengasi sind mindestens 22 Menschen gestorben. Die Zahl der Verletzten schwankt zwischen 20 und 42. Einige Verletzte befänden sich in kritischem Zustand, hieß es am Dienstagabend aus Krankenhauskreisen. Kurz nacheinander seien im Ortsteil Al-Salmani zwei Autobomben detoniert.

Das erste Fahrzeug explodierte vor einer Moschee, wie Sicherheitskräfte sagten. Eine halbe Stunde später - als bereits Sicherheitskräfte und zahlreiche Zivilisten vor Ort waren - explodierte demnach in der Nähe ein weiteres Auto. Unter den Opfern soll auch ein Anführer einer lokalen Miliz sein. Noch ist unklar, wer für den Anschlag verantwortlich ist.

In Bengasi begann 2011 der Aufstand gegen den damaligen Machthaber Muammar al-Gaddafi. In Folge des anschließenden Bürgerkriegs wurde die Stadt jahrelang heftig umkämpft und stand unter der Kontrolle eines Bündnisses aus überwiegend islamistischen Milizen. Im Sommer vergangenen Jahres übernahm der mächtige Militärführer Khalifa Haftar mit seinen Truppen die Kontrolle über die wichtige Hafenstadt (mehr über General Haftar lesen Sie hier).

aar/dpa/AFP



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