Medienbericht US-Kampfjets attackieren IS-Camp in Libyen - 30 Tote

Bei einem US-Angriff auf ein Camp des "Islamischen Staats" in Libyen sind laut einem Medienbericht mindestens 30 mutmaßliche Terroristen getötet worden. Der Angriff habe einem Funktionär der Miliz gegolten.


Amerikanische Kampfflugzeuge haben laut einem Medienbericht am Freitagmorgen einen Angriff auf ein Camp des "Islamischen Staats" (IS) in Libyen geflogen. Das berichtete die "New York Times" unter Berufung auf einen Beamten.

Demnach habe der Angriff dem tunesischen Funktionär Noureddine Chouchane gegolten, der für zwei Terroranschläge in Tunesien im vergangenen Jahr verantwortlich gemacht wird. Bei dem Luftangriff auf ein Lager in der Nähe von Sabrata westlich von Tripolis seien auch mehr als 30 IS-Rekruten getötet worden. Es werde angenommen, dass es sich mehrheitlich um tunesische Staatsbürger handele.

Die US-geführte internationale Koalition hatte Anfang Februar angekündigt, in der gesamten Region stärker gegen die Terrormiliz vorzugehen. Demnach sollte auch die Machtausweitung des IS in Libyen um jeden Preis verhindert werden.

Nach Angaben des Beamten, der ungenannt bleiben wollte, sei der Angriff aber nicht Teil eines neuen Kriegs der USA, die Angriffe hätten gezielt dem Camp nahe Sabrata gegolten.

In den vergangenen Monaten haben amerikanische und britische Spezialkräfte laut "New York Times" ihre geheimen Aufklärungsmissionen in Libyen ausgeweitet, um militante Führer zu identifizieren und sie für mögliche gezielte Angriffe zu orten.

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