Libyen: Parlamentspräsident überlebt Mordanschlag
Das Feuergefecht dauerte drei Stunden, Heckenschützen waren im Einsatz: Das Hotel des libyschen Parlamentspräsidenten Mohammed al-Megarjef wurde angegriffen, der Politiker blieb jedoch unverletzt. Sein Sprecher sprach von einem Mordversuch.
Tripolis - Der libysche Parlamentspräsident Mohammed al-Megarjef hat einen bewaffneten Angriff auf sein Hotel im Süden des Landes unverletzt überlebt. Den Vorfall, der sich bereits am Donnerstag in der Oasenstadt Sebha ereignet hatte, bezeichnete Megarjefs Sprecher als Mordversuch.
"Das Hotel, in dem er abgestiegen war, wurde drei Stunden lang angegriffen. Heckenschützen waren im Einsatz", sagte der Sprecher. Bei dem Feuergefecht seien drei Angehörige der Sicherheitskräfte verletzt worden. Festnahmen habe es keine gegeben.
Megarjef war im August 2012 zum Parlamentspräsidenten ernannt worden. Er war ein langjähriger Gegner des früheren libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi, der im Oktober 2011 auf der Flucht aus seiner Heimatstadt Sirte von Rebellen gefangen genommen und ums Leben gekommen war.
Im Süden des Landes ist es für die neuen Behörden in Libyen schwer, für Sicherheit zu sorgen. In der Wüstenregion sind etliche Schmuggler aktiv, insbesondere blüht der Schwarzhandel mit Waffen aus den Arsenalen Gaddafis. Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen verfeindeter Stämme wurden in der ölreichen Region im vergangenen Jahr mehrere hundert Menschen getötet.
max/AFP
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