Berlin-Besuch Ägyptens Präsident Mursi bei Kanzlerin Merkel

Die Lage in Ägypten ist angespannt: Tausende Menschen sind auf den Straßen, immer wieder gibt es Tote. Wie will Präsident Mohammed Mursi sein Land führen? Bei seinem Deutschland-Besuch trifft der Islamist mit Kanzlerin Angela Merkel zusammen. Verfolgen Sie die Pressekonferenz jetzt live.

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Berlin - Ägyptens Präsident Mohammed Mursi muss bei seinem Besuch in Berlin Rede und Antwort stehen. Er trifft Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Mittagessen. Für den Staatschef geht es dabei um viel Geld: Er will einen Schuldenerlass und Hilfe für neue Entwicklungsprojekte erwirken. Wegen der schlechten Wirtschaftslage in seinem Land erhofft sich der Islamist Finanzhilfen von der Bundesregierung.

Viel Zeit ist dafür nicht, Mursi will wegen der Krawalle in Ägypten - anders als geplant - nur wenige Stunden in Berlin bleiben.

Wie will Mursi seine aufgebrachten Landsleute beruhigen, die immer wieder auf die Straßen gehen, um gegen ihn und die Muslim-Brüder protestieren? Dutzende Menschen sind bereits getötet worden. Wie will Mursi künftig mit politischen Stiftungen im Land umgehen, die zuletzt an ihrer Arbeit gehindert wurden? Und wie will er dafür sorgen, dass die nächsten Parlamentswahlen frei und fair ablaufen?

Verfolgen Sie die Pressekonferenz im Video-Livestream auf SPIEGEL ONLINE.

Später am Mittwochabend will Mursi ab 18 Uhr bei der Körber-Stiftung in Berlin sprechen. Dort diskutiert er mit SPIEGEL-Chefredakteur Georg Mascolo über die Zukunft seines Landes. Auch diesen Auftritt wird SPIEGEL ONLINE live im Video-Stream zeigen.

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insgesamt 10 Beiträge
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hansjot23 30.01.2013
1. Unsachlich, aber ehrlich.
Was haben wir bloss für "Politiker"! Man hätte ihn erst gar nicht einladen sollen. Jetzt sollte man ihn lieber wegjagen. Zum Mittagessen sollte man ihm vorher noch einen eine Woche alten toten Fisch servieren und ihm erklären, dass man bei uns sagt "Der Fisch stinkt zuerst am Kopf." Nicht sehr sachlich, aber so empfinde ich.
hansjot23 30.01.2013
2. Fragen an Herrn Mascolo
Lieber Herr Mascolo, werden SIE denn den Mut aufbringen, dem Herrn deutlich zu sagen, dass die Mehrheit der Deutschen ihn hier in Deutschland nicht sehen will? Und dass sie freiheitliche Zustände in Ägypten wünscht? Und dass sie nicht glaubt, dass die durch Muslim-Brüder angestrebt werden? Und werden Sie ihn fragen, wieso er glaubt im Namen der Mehrheit und im Namen der Interessen seines Volks zu agieren?
Neal_cassady 30.01.2013
3. diplomatie..
läuft anderst liebste vorredner. gut das mursi da ist. "keep on talking" heisst die devise.
daisky 30.01.2013
4. Weil die Mehrheit der Wähler
Zitat von hansjot23Lieber Herr Mascolo, werden SIE denn den Mut aufbringen, dem Herrn deutlich zu sagen, dass die Mehrheit der Deutschen ihn hier in Deutschland nicht sehen will? Und dass sie freiheitliche Zustände in Ägypten wünscht? Und dass sie nicht glaubt, dass die durch Muslim-Brüder angestrebt werden? Und werden Sie ihn fragen, wieso er glaubt im Namen der Mehrheit und im Namen der Interessen seines Volks zu agieren?
Weil die Mehrheit der Wähler ihn gewählt hat! Und bislang hat er mehr für die Demokratie getan als alle anderen.
renegade66 30.01.2013
5. Mehrheit der Wähler
Zitat von daiskyWeil die Mehrheit der Wähler ihn gewählt hat! Und bislang hat er mehr für die Demokratie getan als alle anderen.
Die Wahlbeteiligung bei dem Referendum über die Verfassung lag wohl bei 33%. Von denen haben dann 2/3 den vorgelegten Verfassungsentwurf gebilligt. Kann man eigentlich bei dieser Wahlbeteiligung noch von Demokratie reden?
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