+++ Minutenprotokoll zur Ukraine-Krise +++ Die wichtigsten Ereignisse am Sonntag

Prorussische Separatisten haben acht festgenommene Militärbeobachter in einer Pressekonferenz vorgeführt. Am Abend wurde ein Schwede freigelassen. Außenminister Steinmeier verurteilte die öffentliche Präsentation der Männer als abstoßend. Lesen Sie hier die Ereignisse des Tages im Minutenprotokoll.

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  • 4/27/14 5:43 PM
    Steinmeier fügte hinzu: "Russland steht in der Pflicht, auf die Separatisten einzuwirken, damit sie die festgehaltenen Mitglieder der OSZE-Mission schnellstmöglichst auf freien Fuß setzen."
  • 4/27/14 5:41 PM
    Außenminister Frank-Walter Steinmeier sagte in Berlin: „Die OSZE hat unsere volle Unterstützung für die derzeit laufenden Verhandlungen. Wir arbeiten weiter im engsten Kontakt mit der OSZE mit allem Nachdruck daran, eine gute Lösung herbeizuführen. Die heute erfolgte öffentliche Zurschaustellung der OSZE-Beobachter und der ukrainischen Sicherheitskräfte als Gefangene ist abstoßend und verletzt in eklatanter Weise die Würde der Betroffenen. Das ist ein Verstoß gegen jede Regel des Umgangs und alle Standards, die gerade für spannungsgeladene Situationen wie diese gemacht sind."
  • 4/27/14 5:35 PM
    Die OSZE in Wien bestätigte die Freilassung des Schweden, dementierte dazu Berichte, nach denen Generalsekretär Lamberto Zannier auf dem Weg nach Kiew sei, um sich in die Verhandlungen einzuschalten.
  • 4/27/14 5:18 PM
    An diesem Montag beraten die Botschaften der 28 EU-Staaten in Brüssel über zusätzliche Sanktionen gegen Moskau.
  • 4/27/14 5:02 PM
    Gespräche #OSZE Etherington mit Milizen über 4 Stunden. Eine Geisel frei. Minimal-Erfolg. Sonst offenbar kaum Bewegung. #Sloviansk #Ukraine
  • 4/27/14 2:43 PM
    Das Treffen zwischen dem OSZE-Unterhändler Mark Etherington und dem Separatistenführer Wjatscheslaw Ponomarjow dauert weiter an. Der Milizenchef hat eine Pressekonferenz nach den Gesprächen angekündigt.
  • 4/27/14 2:23 PM
    In der Ostukraine ist es zu einem neuen Zwischenfall mit OSZE-Beobachtern gekommen: Ein Team der Mission sei am Sonntag in der Region Donezk bei einem Checkpoint von prorussischen Kräften gestoppt worden, meldet ein Sprecher der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Wien. Zwei Teammitglieder seien kurzzeitig im Verwaltungsgebäude von Jenakijewo festgehalten worden. Lokale Polizeieinheiten hätten erreicht, dass die beiden wohlbehalten das Gebäude verlassen konnten. Jenakijewo ist der Geburtsort des entmachteten und nach Russland geflohenen ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowitsch.
  • 4/27/14 2:21 PM
    "Die Situation mit der Befreiung der Beobachter bleibt kompliziert", schreibt der ukrainische Außenminister Andrij Deschtschytsja auf Twitter (siehe Tweet unten). Er kündigt an, dass der OSZE-Generalsekretär Lamberto Zannier nach Kiew reisen wird. Zannier werde noch am Abend erwartet.
  • 4/27/14 2:18 PM
    Ситуація із звільненням спостерігачів ОБСЄ залишається складною. Повертаюся в Київ. Ввечері до Києва прилітає і Генсек ОБСЄ Ламберто Заннєр
  • 4/27/14 2:10 PM
    Das Auswärtige Amt hat seine Reisehinweise für die Ukraine aktualisiert: Die Behörde warnt Journalisten davor, in die Ostukraine zu reisen. "Angesichts der jüngsten Entwicklungen muss davon ausgegangen werden, dass Medienvertreter besondere Gefahr laufen, von separatistischen Kräften festgehalten oder festgenommen zu werden", heißt es auf der Seite des Amtes.
  • 4/27/14 1:55 PM
    Reuters hat gerade Bilder des OSZE-Unterhändlers Mark Etherington (2.v.l.) gesendet. Er kam am frühen Nachmittag in Slowjansk an, um über die Freilassung der festgehaltenen Militärbeobachter zu verhandeln. (Foto: Reuters)
  • 4/27/14 1:53 PM
    Bilder des Fernsehsenders Russia Today zeigten vermummte Separatisten mit Knüppeln vor dem Gebäude der besetzten Fernsehstation. Reuters berichtete ebenfalls von maskierten Besetzern am Eingang.
  • 4/27/14 12:54 PM
    Er versuchte in Donezk mit prorussischen Kämpfern ins Gespräch zu kommen: der erst vor wenigen Monaten freigekommene Michail Chodorkowski. Russischen Medien zufolge hatte er aber keinen Erfolg, Chodorkowski blitzte ab. (Fotro: Reuters)
  • 4/27/14 12:42 PM
    #OSCE military officers press conference was the most bizarre one I have ever been too. #Sloviansk
  • 4/27/14 12:30 PM
    Nach der Festnahme des von der Bundeswehr geführten OSZE-Teams wird Kritik an der Bundesregierung und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) laut. Die Regierung habe mit der Entsendung der Gruppe unklug und "zutiefst unprofessionell" gehandelt, sagt Alexander S. Neu, Obmann der Linksfraktion im Verteidigungsausschuss.
  • 4/27/14 7:48 AM
    Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat sich im SPIEGEL zum Ukraine-Konflikt geäußert. Er zeigt Verständnis für die Kriegsängste der Menschen. "Wir alle spüren doch, dass die Ereignisse der letzten Monate zu einem Bruch, zu einer Wegscheide für Europa werden können. Dass das den Menschen Angst macht, kann ich gut verstehen", sagte er in einem Interview. Er nannte die Situation "die schwerste Krise seit dem Ende des Kalten Krieges". "Wenn jetzt die falschen Entscheidungen getroffen werden, könnte jahrzehntelange Arbeit für Frieden und Sicherheit in Europa dahin sein."
  • 4/27/14 7:35 AM
    Der ukrainische Präsidentschaftskandidat Pjotr Poroschenko zeigt sich besorgt. „Die deutschen Geiseln sind in größter Gefahr, denn diese Terroristen haben bereits gezeigt, dass sie zu allem bereit sind. Wir brauchen dringend russische OSZE-Beobachter, die jetzt nach Slawjansk kommen und mit den Terroristen sprechen“, sagte er "Bild am Sonntag". Poroschenko gilt als Favorit der Präsidentschaftswahl am 25. Mai.
  • 4/27/14 7:28 AM
    Ponomarjow offenbar zu Verhandlungen mit #OSZE über Beobachter bereit. Er will Austausch gegen in Kiew in U-Haft sitzenden Gubarew #Ukraine
  • 4/27/14 7:13 AM
    Dies bestätigen auch Reporter vor Ort, wie der Kollege Dirk Emmerich von n-tv.
  • 4/27/14 7:13 AM
    Die Nachrichtenagentur dpa meldet, dass die Verhandlungen um die Freilassung der Militärbeobachter zügig beginnen sollen. Die Rede ist vom Laufe des Sonntags. Die OSZE-Delegation habe Kontakt mit dem Separatistenführer und selbsternannten Bürgermeister von Slowjansk, Wjatscheslaw Ponomarjow, gehabt.
  • 4/27/14 7:08 AM
    Barack Obama meldet sich aus Malaysia zu Wort, der US-Präsident ist gerade auf einer Asien-Rundreise: Er spricht sich in der Ukraine-Krise erneut für neue Sanktionen gegen Russland aus. Es sei "wichtig", weitere Strafmaßnahmen zu verhängen. Diese sollen die "Provokation" Moskaus in der Ukraine stoppen. An Russland richte er die "Botschaft, dass die destabilisierenden Aktivitäten in der Ukraine beendet werden müssen". Solange der Kreml nicht kooperiere, werde dies immer härtere "Konsequenzen" für das Land haben.
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insgesamt 443 Beiträge
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WolfThieme 27.04.2014
1. Na?
Wir haben es hier mit bewaffneten Kriminellen zu tun. Aber auch für sie werden sich in Deutschland und anderswo Unterstützer finden, die ihre Aggressivität und Anonymität ausleben wollen (und dürfen)
anonymus1 27.04.2014
2. Seit wann verhandelt
man mit russischen Terroristen und Söldnern ?! Oder sehen etwa so friedliche Demonstranten ?! Ich möchte mal wissen was Diktator mit solchen Kriminellen auf dem roten Platz machen würde ?!?! Putin und seine Schergen gehören vor Gericht ! Und seine Bürger sollten wieder in Ihr so geliebtes russische Reich zurück , keiner hat sie gezwungen bei uns deutschen "Unmenschen" zu leben . Und nochwas , wenn sich dieser Diktator so auf Geschichte beruft sollte einer feierlichen Rückgabe von Königsberg , Tilsit , Memel usw nichts im Wege stehen oder ?!?!
raphaela45 27.04.2014
3. Aber sicher
Zitat: "Und nochwas , wenn sich dieser Diktator so auf Geschichte beruft sollte einer feierlichen Rückgabe von Königsberg , Tilsit , Memel usw nichts im Wege stehen oder ?!?!" - Wieviel Geschichtsvergessenheit geht NOCH in diesem Land?!? - Aber sicher steht einer feierlichen Rückgabe o. g. Städte nichts entgegen, aber erst nachdem die 21 Millionen russischen Kriegstoten aus WK II wider auferstanden sind...Ich FASS es nicht, daß deutsche Soldaten wieder bewaffnet in Ländern unterwegs sind, die ihre Vorgänger überfallen hatten und wo ungeheuerliche Massaker stattgefunden haben! Und WOZU sind sie da unterwegs? Um eine Nazi-"Regierung" zu unterstützen, deren "Wahl" genauso "demokratisch" war wie Hitlers Machtergreifung: Eine, in diesem Fall nicht mal ausreichende, "Mehrheit" gab es erst, als ein Teil der Parlamentsabgeordneten tätlich in die Flucht geschlagen war und der Rest mit Waffengewalt eingeschüchtert...Wie sollen in der Ukraine überhaupt Wahlen stattfinden können, wenn z. B. die Kommunisten (u. a. wegen abgefackelter Büros und Verfolgung ihrer politischen Vertreter) gar keinen Wahlkampf führen können??? Ich FASSE es nicht, daß uns das, was in Kiew passiert ist und täglich weiter eskaliert (wird) als "demokratisch" verkauft werden soll: Für WIE blöd hält man uns?! - Aber Kommentare wie der oben zitierte zeigen ja andererseits, daß Sparen am Geschichtsunterricht Vorteile für die hat, die von der staatlich geförderten Blödheit profitieren (möchten). SEHR erschreckend das Ganze :-/
uwe_fri 27.04.2014
4. Es ist schon sehr Naiv zu glauben,
das sich ein paar pro Russische Ukrainer zusammenschließen und dann ausgebildete Soldaten so einfach überwältigen können, oder gar ganze Kasernen. Natürlich ist das eine russische Geheimdienst Operation, die mit ein paar Alibi Ukrainer diese Aktionen durch führen. Außerdem würde sich ein Geheimdienst Offizier wie Putin, sich nie von Zivilisten abhängig machen lassen.
Blume des Lebens 27.04.2014
5. Terroristen und Schergen
In dem Sie versuchen hier Menschen, die Gott sei Dank Ihre eigene Meinung haben, gleich in irgendeine Schublade (unter Putin-Gemeinde usw.) zu tun, werden Sie leider komplett unglaubwürdig. Ihrer Meinung nach ist eine halbe Bevölkerung in Deutschland Putin-Fans und in der Ukraine Terroristen??
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