Angriff mit Lieferwagen Londoner Moschee-Attentäter zu lebenslanger Haft verurteilt

Er hatte einen Mann getötet und neun weitere verletzt: Ein Londoner Gericht hat nun den Attentäter von Finsbury Park verurteilt. Er muss mindestens 43 Jahre ins Gefängnis.

Tatort im Juni 2017
AFP

Tatort im Juni 2017


Mit einem Lieferwagen war der 48-Jährige im vergangenen Juni vor einer Londoner Moschee in eine Menschenmenge gefahren. Ein Mann starb, neun weitere wurden verletzt. Ein Anschlag gegen Muslime, ein "Terrorangriff", so bezeichnete es die Richterin am Woolwich Crown Court. Nachdem der Täter am Donnerstag von einer Jury schuldig gesprochen wurde, steht nun auch das Strafmaß fest: lebenslange Haft. Der Mann kann frühestens nach 43 Jahren auf vorzeitige Entlassung hoffen.

"Sie hatten die Absicht zu töten", sagte die Richterin. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Täter Hass auf Muslime als Motiv vorgeworfen. Er habe ein Zeichen setzen wollen, indem er sie töte.

Der Angreifer war nach dem Angriff im Londoner Stadtteil Finsbury Park von umstehenden Menschen überwältigt werden. Der Mann hatte während des Prozesses wirre Aussagen über sein Motiv gemacht. Zeitweise behauptete er, das eigentliche Ziel des Anschlags sei Labour-Chef Jeremy Corbyn gewesen.

kev/dpa



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