Vor Brexit-Abstimmung Tausende Briten schließen sich Demo von Rechtsextremen an

Etliche Menschen haben sich in London der Demonstration eines Rechtsextremen für den Brexit angeschlossen. Doch der Widerstand war groß.

Teilnehmer einer Demonstration für den Brexit in London
ANDY RAIN/EPA-EFE/REX

Teilnehmer einer Demonstration für den Brexit in London


Angeführt von dem rechtsextremen Aktivisten Tommy Robinson haben Tausende Menschen in London für den Brexit demonstriert. Der Gründer der islamfeindlichen Organisation English Defence League protestierte gemeinsam mit Anhängern der EU-feindlichen Ukip-Partei. Zu einer Gegendemonstration von Unterstützern der oppositionellen Labour-Partei kamen laut Veranstaltern deutlich mehr Teilnehmer, etwa 15.000 Menschen.

Die Sicherheitskräfte hatten vorab scharfe Auflagen verhängt, um Zusammenstöße zwischen den beiden Lagern zu verhindern. Die Polizei gab keine Schätzungen zur Teilnehmerzahl ab.

Der rechtsextreme Robinson ist ein Berater von Gerard Batten, der seit vergangenem April Vorsitzender der Ukip ist. Der ehemalige Ukip-Chef Nigel Farage kündigte vor kurzem seinen Austritt aus der Partei an. Der Grund: Ukip öffne sich immer stärker extremistischen Kräften.

"Das ist Spekulation"

Das Parlament in London soll am Dienstag über das mit der EU ausgehandelte Brexit-Abkommen abstimmen. Die Chancen für Premierministerin Theresa May, ihre Pläne im Unterhaus durchzusetzen, stehen äußerst schlecht.

Berichten über eine Verschiebung der Abstimmung im Unterhaus widersprach die Regierung. "Die Abstimmung wird am Dienstag stattfinden", sagte eine Sprecherin. Zuvor hatte die "Sunday Times" berichtet, dass May mehr Zeit für Gespräche in Brüssel gewinnen wolle, um den Sturz ihrer Regierung zu verhindern.

jpz/dpa



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