Luftangriff in Afghanistan Nato entschuldigt sich für Tod von Zivilisten

Die Nato hat sich für den Tod von Zivilisten bei einem Luftangriff in der Provinz Helmand entschuldigt. Bei dem Angriff sollen auch Frauen und Kinder ums Leben gekommen sein - über die Zahl der Opfer herrscht weiter Unklarheit.


Kabul - Die Nato hat ihr Bedauern über einen Luftangriff ausgedrückt, bei dem im Süden Afghanistans auch viele Kinder getötet worden waren - einer der schwersten Zwischenfälle dieser Art seit Monaten. "Ich entschuldige mich von ganzem Herzen bei den Familien und Freunden der Getöteten", sagte der Kommandeur der Internationalen Schutztruppe Isaf im Südwesten Afghanistans, der US-Generalmajor John Toolan, nach Berichten des US-Senders CNN.

Er bat die Afghanen um Vertrauen und forderte sie auf, die eigenen Sicherheitskräfte weiter zu unterstützen. Die Entschuldigung erfolge im Namen der Isaf und ihres Oberkommandierenden David Petraeus, sagte er.

Der Nato-Luftangriff dürfte den Unmut in der afghanischen Bevölkerung weiter schüren. Präsident Hamid Karzai verurteilte den Angriff scharf und bezeichnete ihn als "schweren Fehler" und "Mord". Karzai forderte Armee und Regierung der USA in einer "letzten Warnung" auf, ihre "einseitigen und unsinnigen" Einsätze zu unterlassen.

Generalmajor Toolan zufolge kamen bei dem Angriff in der Provinz Helmand neun Zivilisten ums Leben. Laut CNN hatte die Isaf zuvor - ebenso wie die Provinzregierung - von zwölf getöteten Kindern und zwei Frauen gesprochen. Einen Grund für unterschiedlichen Angaben nannte Toolan nicht.

Bei einem weiteren Luftangriff im Nordosten Afghanistans wurden "versehentlich" 18 Zivilisten und 20 afghanische Polizisten getötet, wie Dschalamuddin Badr, Gouverneur der Provinz Nuristan, mitteilte. Bei dem Angriff von US-Kampfjets, der allerdings schon am Donnerstag erfolgte, seien 85 Taliban getötet worden.

amz/Reuters

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talvisota 30.05.2011
1. Nix wie weg da
Kasai und seine Helfer schleppen die Hilfsgelder Kofferweise ins Ausland und lassen sich selbst von US-Kräften bewachen, weil sie selbst ihren Landsleuten nicht trauen. Die Taliban scheinen die reinsten Wundermenschen zu sein. Sie können scheinbar an jedem beliebigen Punkt vom Himmel fallen, Anschläge begehen – und wieder spurlos im Himmel verschwinden. Werden die NATO-Soldaten aus einem Dorf beschossen und schiessen zurück, dann treffen sie immer nur ganz friedliche Zivilisten von denen noch nie jemand einen leibhaftigen Taliban gesehen hat. Ja, und woher die Schüsse aus ihrem Dorf kamen? Das können sie sich auch nicht erklären, die müssen irgendwo ganz anders hergekommen sein. Nix wie weg da! Dort gibt es nix zu schützen und nix zu helfen. Zig Millionen Menschen auf dieser Erde leben in Not und Elend, sie wären für jede noch so kleine Hilfe unendlich dankbar. Da gibt es absolut keinen nachvollziehbaren Grund, dass wir unsere Hilfe einem Volk aufzwingen müssen, dass sich mit Waffengewalt dagegen wehrt. Diese Hilfsleistungen wären in Lateinamerika oder Afrika zweckmäßiger – und dafür könnte die Bundeswehr zuhause bleiben.
RastloseSeele 30.05.2011
2. 2. akt und selbe szene
tja.. wie schon im andern thread erwähnt.., solange wir soldaten mit in den krieg schicken haben wir uns über tote nicht zu beklagen. und wenn dort kinder sterben und zivilisten umkommen sind wir genauso schuldig wie die die den abzug drücken. auch hier: wir sind deutschland, dafür gibt es wahlen - demonstrationen und meinungsfreiheit. solange wir diese nicht nutzen oder meinen: ein anderer wird das schon machen ich hab *gerade kein bock*, solange können wir eig. über keine fehlpolitik und keine opfer beschweren !
docker 30.05.2011
3. Entschuldigungen...
Zitat von sysopDie*Nato hat sich für den Tod von Zivilisten bei einem Luftangriff in der Provinz Helmand entschuldigt. Bei dem Angriff sollen auch Frauen und Kinder ums Leben gekommen sein -*über die Zahl der Opfer herrscht weiter Unklarheit. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,765599,00.html
...werden nicht angenommen.Vermutlich müssen dafür wieder die Falschen mit ihrem Leben bezahlen.Bezahlen muss der US -Verantwortliche mit Rücktritt und Militärgericht oder besser noch Den Haag .
moonsafari 30.05.2011
4. Sie haben sich entschuldigt?
Ja dann ist ja ok. "Schwamm drüber! Jeder macht mal Fehler. Lasst uns nicht darüber streiten, wer eventuell wen umgebracht haben könnte!"
freqnasty, 30.05.2011
5. ...
Die x-te hohle, zynische Entschuldigung. An der USF-Praxis, auf Verdacht einfach mal Dörfer mit Luft-Boden-Raketen einzudecken, hat sich nichts geändert. Das wievielte Dorf war das jetzt schon? Das ist kein Versehen, dazu passiert das einfach zu oft. Das hat System. Bloß was der Herr Petraeus damit zu erreichen gedenkt, wird wohl auf ewig sein Geheimnis bleiben. In Sachen "Wie verspiele ich mir jeglichen Kredit bei den Einheimischen" sind die USF ungeschlagenen Könige. Der Lerneffekt aus dem Vietnam-Krieg? Null komma Null. Wirklich erschreckend. Jetzt gammeln die noch ein paar Jahre da rum, während die Chinesen dann die Rohstoffdeals klar machen. Deppen...
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