Luftlandebrigade 31 Stammgast auf Krisenschauplätzen

Die Luftlandebrigade 31, die General Carl Hubertus von Butler leitet, umfasst rund 3000 Soldaten. Die Einheit wird von Oldenburg aus kommandiert. Der Brigadegeneral soll nach Bundeswehrangaben das deutsche Kontingent der UN-Schutztruppe für Afghanistan führen.


Oldenburg - Unterstellt ist die Brigade einer "Division für spezielle Operationen" (DSO) mit Kommandositz in Regensburg. Unter dem Dach der DSO operieren die der Öffentlichkeit sehr verschlossene Einheit KSK in Calw sowie die Luftlandebrigade 26 in Saarlouis mit Standorten in Lebach, Merzig, Saarlouis und Zweibrücken. Zugeordnet sind der DSO außerdem so genannte "Fernspäher" im bayerischen Pfullendorf und eine Luft-Aufklärungskompanie in Lüneburg.

Zur Luftlandebrigade 31 gehören Standorte in Varel (Kreis Friesland), Wildeshausen (Kreis Oldenburg) und Oldenburg. In Varel und Wildeshausen sind Fallschirmjäger stationiert. Künftig soll auch ein Fallschirmjäger-Bataillon im sächsischen Doberlug-Kirchhain zu dem Verband rechnen. Zudem sind die Einheiten eingebunden in multi- nationale Verbände, zusammen mit Belgien, Großbritannien und Niederlande. Sitz des internationalen Kommandos ist Mönchengladbach.

Aus der Luft einsetzbare Soldaten der Brigade 31 waren im vergangenen Jahrzehnt vielfach an Krisen-Schauplätzen. 1995/96 wurden Angehörige der Einheit mit Blauhelm-Mandat nach Trogir in Kroatien geschickt. Unter NATO-Kommando gingen Angehörige der Brigade von 1996 an ins bosnische Sarajevo sowie nach Mazedonien und Jugoslawien.



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