Kuala Lumpur - Spätestens im Frühjahr 2013 müssen die Bürger in Malaysia eine neue Regierung wählen. Doch die Opposition des Landes rechnet mit Manipulationen der Abstimmung. Sie befürchtet eine im Vergleich zur seit langem regierenden Koalition ungerechnete Behandlung und gefälschte Wählerlisten. In der Hauptstadt Kuala Lumpur protestierten deshalb rund 25.000 Menschen am Samstag für freie und faire Wahlen.
Bei der Kundgebung kam es zu schweren Ausschreitungen, als Demonstranten Barrikaden am gesperrten Unabhängigkeitsplatz durchbrachen. Die Sicherheitskräfte versuchten, die Menge mit Wasserwerfern und Tränengas zurückzudrängen.
Hunderte Polizisten und Sicherheitsleute sollen im Einsatz gewesen sein, mehrere Straßen wurden für den Verkehr gesperrt. Auch in anderen Städten des südostasiatischen Landes sei es zu Protesten gekommen.
Bereits im Juli des vergangen Jahres hatte die Polizei eine Demonstration mit Zehntausenden Teilnehmern in Kuala Lumpur mit Wasserwerfern und Tränengas aufgelöst und rund 1600 Menschen festgenommen.
rom/dpa/Reuters
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