Mali 22 Menschen sterben bei Explosion und Kämpfen

22 Menschen sind bei Explosionen und Kämpfen ums Leben gekommen. Bisher konzentrierten sich Attacken auf den Norden des Landes - nun weiten sich die Anschläge auch auf das Landesinnere aus.

Bundeswehrsoldat in Mali (Symbolbild)
DPA

Bundeswehrsoldat in Mali (Symbolbild)


Bei der Explosion eines Sprengsatzes und bei Kämpfen mit mutmaßlichen islamistischen Terroristen sind in Mali 22 Menschen getötet worden. In dem westafrikanischen Land sind auch Bundeswehreinheiten an einer UN-Friedensmission beteiligt.

In der zentralen Region Mopti fuhr am Donnerstag einer von der Grenze zu Burkina Faso kommendes Fahrzeug auf einen Sprengsatz. Dabei starben 13 Menschen, zwei weitere wurden schwer verletzt, wie ein Militärsprecher erklärte. Bei den Toten handelte es sich offenbar um Händler, die auf dem Weg zu einem Wochenmarkt waren.

Wenige Stunden zuvor ist es laut Angaben des Sprechers bei Youwaro in der gleichen Region auch zu Kämpfen mit Islamisten gekommen. Dabei seien zwei Soldaten und sieben Angreifer getötet worden.

In den vergangenen Monaten sind auch Armee-Fahrzeuge aus Burkina Faso immer wieder über Sprengsätze gefahren. Dabei kamen mehrere Soldaten ums Leben gekommen. Im Grenzgebiet lebt ein radikaler Priester, dessen islamistische Organisation Anschläge auf Sicherheitskräfte und Zivilisten durchgeführt hat.

In Burkina Faso sind nach Regierungsangaben 2017 114 Menschen bei 89 extremistischen Angriffen ums Leben gekommen. Im Norden Malis sind es vor allem die Sahara-Gebiete, die Milizen und islamistischen Terroristen als Rückzugsgebiet dienen. Zuletzt kam es jedoch immer häufiger auch zu Anschlägen und Angriffen im Zentrum des Landes.

Die Bundeswehr beteiligt sich mit rund 1000 Soldaten an der UN-Friedensmission Minusma zur Stabilisierung Malis. Die meisten deutschen Soldaten sind in der nördlicheren Stadt Gao stationiert. Mali gehört einem UN-Index zufolge zu den 15 ärmsten Ländern der Welt.

ans/dpa/ap



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