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Bundeswehr in Mali: Soldaten erschießen Angreifer vor Hoteleingang

EU-Soldaten in Bamako, Mali Zur Großansicht
AFP

EU-Soldaten in Bamako, Mali

Ein Angriff auf die EU-Ausbildungsmission im westafrikanischen Mali ist erfolgreich abgewehrt worden. Ein bewaffneter Angreifer wurde am Eingang zu dem Hotel erschossen, in dem sich das Hauptquartier der Kräfte befindet.

In Mali ist offenbar ein Anschlag auf die von 200 deutschen Soldaten bestrittenen EU-Ausbildungsmission (EUTM) verhindert worden. Einer oder mehrere Angreifer hatten am Montagabend versucht, in das Hotel zu gelangen, das den EU-Truppen als Zentrale in der malischen Hauptstadt Bamako dient. Der Versuch, in das Gebäude zu gelangen, sei gescheitert, heißt es auf der EUTM-Webseite.

Es habe bei dem Angriff mit Kleinwaffen keine Verletzten oder Sachschäden auf Seiten der EU-Truppen gegeben, teilten EUTM und ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam mit. Bei der Attacke sei ein Bewaffneter getötet, zwei andere seien festgenommen worden, sagte der malische Minister für Innere Sicherheit, Salif Traoré, im staatlichen Fernsehen. Wer dahinter steckte, blieb zunächst unklar.

Insgesamt umfasst das Mandat der EUTM in Mali 450 Einsatzkräfte, 200 von ihnen sind Bundeswehr-Soldaten, die im Rahmen der Mission malische Kollegen ausbilden. Die Hauptstadt Bamako liegt im relativ sicheren Süden des Landes. Darüber hinaus soll sich die Bundeswehr im gefährlicheren Norden mit künftig bis zu 650 Soldaten an der Uno-Friedensmission beteiligen.

Die Uno-Mission in Mali ist die weltweit gefährlichste. Anfang Februar waren bei einem Anschlag mutmaßlicher Islamisten auf einen Uno-Stützpunkt in dem westafrikanischen Land mehrere Menschen getötet worden, darunter zwei Blauhelm-Soldaten aus Guinea.

Der Norden Malis war 2012 vorübergehend in die Hände islamistischer Kämpfer gefallen, die nur durch eine Intervention der ehemaligen Kolonialmacht Frankreichzurückgedrängt werden konnten. Nach wie vor sind dort mehrere Dschihadistengruppen aktiv, immer wieder kommt es zu Anschlägen.

Im Video: Angriff durch Bewaffnete auf EU-Ausbildungsmission

AFP

cht/dpa

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