Mali Extremisten greifen Uno-Lager in Timbuktu an

Attacke im Norden Malis: Schwerbewaffnete haben in Timbuktu einen Armeestützpunkt und ein Lager der Uno-Friedenstruppen angegriffen. Es soll Tote geben.


Vermutlich islamistische Extremisten haben einen Stützpunkt der Uno und einen Kontrollpunkt der malischen Armee in Timbuktu gestürmt. Bewohner berichteten der Nachrichtenagentur Reuters, vor dem Stützpunkt in einem Außenbezirk der Stadt lägen Leichen. Aus dem Stützpunkt heraus seien Schüsse zu hören.

Später hätten die Bewaffneten das Lager der Uno-Mission Minusma angegriffen, in dem vor allem nigerianische Soldaten stationiert seien. Mindestens ein Mensch sei bei dem Angriff getötet, meldete dpa. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden. Sieben der rund 20 Angreifer haben sich laut Augenzeugen innerhalb des Lagers verschanzt.

In Mali sind auch deutsche Soldaten im Einsatz. Kommenden Freitag will Bundespräsident Joachim Gauck in der Hauptstadt Bamako mit Minusma-Vertretern sprechen. Danach ist ein Besuch des Feldlagers im nahe gelegenen Koulikoro vorgesehen.

Im Süden Malis sind etwa 200 Bundeswehr-Angehörige im Ausbildungseinsatz. Im Norden soll die Bundeswehr sich mit bis zu 650 Soldaten an der Minusma beteiligen. Am Mittwoch trafen die ersten 40 deutschen Soldaten in Gao ein.

heb/dpa/Reuters

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