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Mali: Geiselnahme beendet - mehrere Tote

AFP

Die Geiselnahme im Radisson-Hotel der malischen Hauptstadt Bamako ist offenbar beendet. Das teilte ein Regierungsvertreter mit. Augenzeugen berichteten von mehreren Toten.

Nach einem Zugriff von französischen und malischen Spezialkräften scheint die Geiselnahme im Radisson-Hotel in Bamako beendet zu sein. Ein ranghoher Vertreter der Vereinten Nationen berichtete Diplomaten in der malischen Hauptstadt, dass mindestens zwei der Geiselnehmer getötet worden seien. Sie hatten sich zuvor in einem der oberen Geschosse des Hotels verschanzt.

Es könne aber sein, dass sich ein weiterer Kidnapper immer noch im Gebäude befindet, deswegen würde das Hotel weiter durchsucht. Der Uno-Vertreter sprach von insgesamt 15 Toten, die er gesehen habe, es wurden also offenkundig auch mehrere Geiseln getötet.

Die genaue Zahl der Opfer ist jedoch noch unklar: Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert einen weiteren Uno-Mitarbeiter, der vor Ort 27 Leichen auf zwei Etagen gesehen hat. Er sagte, die Suche sei noch nicht beendet.

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP sind mindestens 18 Menschen getötet worden. Die AFP beruft sich auf ausländische Sicherheitskreise. Demnach seien 18 Leichen aus dem Hotel geborgen worden. Auch der französische Sender France24 beruft sich auf malische Sicherheitskreise und meldet bis zu 20 Tote.

Der malische Innenminister berichtete den Journalisten vor Ort, es befänden sich keine Geiseln mehr in der Hand der Kidnapper. Über den Ablauf des Zugriffs der Spezialkräfte sagte er nichts. Seit die Geiselnahme am Morgen begann, hatten sich die Kidnapper im Hotel verschanzt. Wie viele Geiseln sie in ihrer Gewalt hatten, war zunächst nicht klar.

Immer wieder waren über den Tag kleinere Gruppen von Geiseln freigekommen, offenbar hatten sich viele Geiseln in ihren Zimmern versteckt und warteten dort auf das Eintreffen der Sicherheitskräfte.

"Nach allem, was wir wissen, sind keine deutschen Staatsangehörigen zu Schaden gekommen", sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. Vier Deutsche hätten das Hotel im Laufe des Tages unversehrt verlassen können. Die Terroristen hätten "ihr schmutziges Werk getan und das Leben mehrerer Hotelgäste auf dem Gewissen", so Steinmeier: "Unser tiefes Mitgefühl ist mit den Opfern und ihren Angehörigen." Bis zu einer Stabilisierung Malis sei es "noch ein längerer Weg zu gehen".

Zwei Terrorgruppen bekennen sich

Wer hinter dem Attentat steckt, ist bislang nicht bekannt. Am Morgen waren mehrere Angreifer in das Radisson-Hotel in der malischen Hauptstadt gestürmt. Sie hätten "Allahu akbar" gerufen, meldete Reuters unter Berufung auf Sicherheitskreise. Zunächst war von mindestens 170 Geiseln berichtet worden, die sich in ihrer Gewalt befunden haben sollen. Unter ihnen sollen sich Chinesen, Franzosen, Inder und sechs Mitarbeiter der Fluggesellschaft Turkish Airlines befunden haben.

Inzwischen haben sich gleich zwei mit dem Terrornetzwerk al-Qaida verbundene Gruppen zu dem Anschlag bekannt. Der arabische TV-Kanal al-Jazeera meldete, er habe eine entsprechende Erklärung erhalten.

Auch die mauretanische Nachrichtenseite al-Akhbar berichtete, verantwortlich seien die Terrorgruppen al-Murabitun und al-Qaida im Islamischen Maghreb (AQIM). In der Erklärung heißt es demnach, Bedingung für die Freilassung der Geiseln sei die Befreiung von Glaubenskämpfern aus Gefängnissen in Mali.

vek/mgb/AFP

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1. Wer fianziert Hassan Khalil?
Killt 20.11.2015
"mauretanische Nachrichtenseite al-Akhbar" Die "Seite" (wasn dasn) gibt es gar nicht. Was es gibt ist die "al-Akhbar" (arabisch ‏الأخبار‎), eine libanesische Tageszeitung mit ca. 15.000 Auflage. Es ist eine Tendenzzeitung, die sich den antiimperialistischen Kampfe, einer progressiver Politik (was immer das heisst) und der Meinungsfreiheit verpflichtet fühlt. Geldgeber ist der Londoner Investmentbanker Hassan Khalil.
2. Afrika is Future
osmanian 20.11.2015
Viele Afro-Stars tragen T-Shirts mit dem Logo "Afrika is Future". Angola und viele Länder boomen. Die meisten Länder in Afrika sind französich-sprachig. Die Bodenschätze sind noch längst nicht ausgeschöpft. Das Boden ist Fruchtbar wie kein anderer. Chinesen, Inder, Westen ect. alle sind bemüht etwas zu reißen für ihren Energie und Essen Bedarf..Es wird schwer für die Franzsosen den großen Kuchen in Afrika für sich allein zu beanspruchen. So sehens zumindest die Experten im Tv was logisch klingt.
3. Wo haben
rudi_1957 20.11.2015
Zitat von osmanianViele Afro-Stars tragen T-Shirts mit dem Logo "Afrika is Future". Angola und viele Länder boomen. Die meisten Länder in Afrika sind französich-sprachig. Die Bodenschätze sind noch längst nicht ausgeschöpft. Das Boden ist Fruchtbar wie kein anderer. Chinesen, Inder, Westen ect. alle sind bemüht etwas zu reißen für ihren Energie und Essen Bedarf..Es wird schwer für die Franzsosen den großen Kuchen in Afrika für sich allein zu beanspruchen. So sehens zumindest die Experten im Tv was logisch klingt.
Sie das denn her? In West- und im SubSahel Zentralafrika vielleicht, zumindest die Länder die nicht wie im Norden arabischsprachig sind. Zwei der größten westafrikanischen Nationen sind englischsprachig, als da wären Ghana und Nigeria, Angola hat als lingua franca Portugiesisch, und im ganzen Rest West- und Südafrika's wird Englisch gesprochen, mit der Ausnahme von Madagaskar. Das demnächst alle Chinesisch sprechen werden, ist auch klar...
4. Allahu akbar!
berndbuttke 20.11.2015
Ein paar engagierte junge Leute rennen los, rufen "Allahu akbar!" und schießen wild um sich, mit Waffen die es dank Firmen wie Heckler & Koch an jeder Ecke gibt. Kurz darauf melden sich mehrere Organisationen, die alle behaupten, sie wären die Täter, wobei dann ein allgemeines Rätselraten losgeht, an welchen Bekenner man glauben soll. Der Islamismus ist ein Graswurzelphänomen. Überall kann so ein heiliges Pflänzchen sprießen und ganz plötzlich ein Zeichen des Glaubens setzen. Ich finde, dies zeigt, wie unsinnig Hollandes Kriegserklärung ist. Der President hätte auch der Malaria, pfuschenden Ärzten oder dem Fehlerteufel im Flugwesen den Krieg erklären können. Wir müssen lernen, mit Gotteskriegern zu leben und das von ihnen ausgehende Risiko in unseren Alltag zu integrieren, wie wir das ja auch mit vielen anderen Gefahren (Straßenverkehr, Steckdose, Haushaltsleiter, HIV) längst getan haben. Nachdem Gotteskrieger lange Zeit fast verschwunden waren, sind sie jetzt wieder da. Wie andere Übel kommt auch das Übel der monotheistischen Religionen in Wellen über die Menschheit. Diese aber hat zuletzt in den Religionskriegen des 16. Jahrhunderts längst bewiesen, daß die Vernunft am Ende stärker ist als Gott.
5. Afrika und das Spon-Thema
Erythronium2 20.11.2015
Zitat von osmanianViele Afro-Stars tragen T-Shirts mit dem Logo "Afrika is Future". Angola und viele Länder boomen. Die meisten Länder in Afrika sind französich-sprachig. Die Bodenschätze sind noch längst nicht ausgeschöpft. Das Boden ist Fruchtbar wie kein anderer. Chinesen, Inder, Westen ect. alle sind bemüht etwas zu reißen für ihren Energie und Essen Bedarf..Es wird schwer für die Franzsosen den großen Kuchen in Afrika für sich allein zu beanspruchen. So sehens zumindest die Experten im Tv was logisch klingt.
Hi osmanian, Angola mag ja boomen, wenngleich man dort eher portugiesisch als französisch spricht. Aber Nordafrika ist mir bislang eher selten als Hort von Frieden, Wohlstand und Demokratie aufgefallen. Da gibt es gescheiterte Staaten wie Libyen und Somalia und etliche, die nahe dran sind. Mali als armes Sahelzonen- und Bürgerkriegsland mit zudem stark wachsender Bevölkerung, das nur dank eines französischem Militäreinsatzes nicht von Islamisten überrannt worden ist, dürfte zu den besonders grenzwertigen Staaten gehören. Wenn jetzt ausgerechnet während Friedensverhandlungen mit den Tuareg ein mutmaßlich islamistisches Terrorkommando ein Hotel besetzt und Geiseln nimmt, dann sieht es für mich so aus, als ob diese Leute mit ihren ruppigen Methoden die Verhandlungen sabotieren wollten, ganz egal, was sie als Zweck angaben. Man mag den Franzosen ja vorwerfen, was man will, aber hier wie bei den Terroranschlägen in Paris waren sie Opfer. Die Terroristen waren die Verbrecher.
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