Mali: Nordafrikanische al-Qaida droht mit Ermordung von französischer Geisel

Der nordafrikanische Arm des Terrornetzwerks al-Qaida hat Bedingungen für die Freilassung eines in Mali verschleppten Franzosen gestellt: Sollte Mali nicht innerhalb von 20 Tagen vier inhaftierte Extremisten freilassen, stehe das Leben der französischen Geisel auf dem Spiel, droht die Terrororganisation.

Kairo - Der nordafrikanische Arm von al-Qaida hat mit der Ermordung eines in Mali entführten Franzosen gedroht. Wie die auf die Überwachung islamistischer Internetseiten spezialisierten US-Unternehmen SITE und IntelCenter am Montag mitteilten, verlangten die Geiselnehmer im Gegenzug die Freilassung von vier Gefangenen, die den Angaben zufolge bereits "vor vielen Monaten" in Mali festgenommen wurden. Sollten sie nicht innerhalb von 20 Tagen freikommen, seien die Regierungen von Frankreich und Mali "verantwortlich für das Leben der französischen Geisel", heißt es demnach in der Botschaft, die auf den 10. Januar datiert ist.

Der 61-jährige Franzose Pierre Camatte war Ende November aus einem Hotel im Norden Malis verschleppt worden. Vier Tage später entführten die Geiselnehmer in Mauretanien drei spanische Entwicklungshelfer.

anr/DAPD/AFP

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Forum - Wer ist wirklich im Fadenkreuz von Al-Qaida?
insgesamt 471 Beiträge
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1. rndspread?
p.rabig 03.12.2009
ich vermute das variiert. es wird wohl von den zielen einzelner abhängig sein, je nach zelle und deren dachorganisation in den jeweiligen afrikanischen, asiatischen und europäischen ländern
2.
altsprech 03.12.2009
Zitat von sysopAl-Qaida sieht sich als Speerspitze im Kampf gegen die Ungläubigen. In den Opferzahlen spiegelt sich das nicht wider. Eine Studie zeigt: Zwischen 2004 und 2008 tötete die Organisation zwar 371 Nicht-Muslime, gleichzeitig fielen ihr aber mindestens 2639 Muslime zum Opfer. Wen hat die Terrorgruppe wirklich im Visier?
Al-Qaida ist nicht viel mehr als eine erstaunlich schlecht getarnte Brigade des saudischen Geheimdiensts. Wenn die USA den „Krieg gegen den Terror“ gewinnen wollen, müssen sie nur ihre Special Forces nach Saudi-Arabien schicken, statt nach Afghanistan und die Wahhabiten – die Wurzel des Ganzen – von der Macht entheben.
3.
THM, 03.12.2009
Zitat von sysopAl-Qaida sieht sich als Speerspitze im Kampf gegen die Ungläubigen. In den Opferzahlen spiegelt sich das nicht wider. Eine Studie zeigt: Zwischen 2004 und 2008 tötete die Organisation zwar 371 Nicht-Muslime, gleichzeitig fielen ihr aber mindestens 2639 Muslime zum Opfer. Wen hat die Terrorgruppe wirklich im Visier?
Wer oder was ist Al-Quida in Wirklichkeit? Unter dem Label werden m.E. verschiedene autonom operierende Gruppen subsummiert. Abgesehen davon ist doch bekannt, dass das Hilfspersonal der "Nicht-Muslime" überwiegend aus Einheimischen besteht. Nicht nur im Krieg, auch vor Botschaften, Hotels etc. In Europa und USA zu agieren ist wesentlich komplizierter. Mit gemeinsamem Glauben hat es sowieso nichts zu tun, sonst hätte es unter den Glaubensbrüdern nicht schon so viele blutige Konflikte gegeben.
4. Der Artikel...
sysop 03.12.2009
...zum Thema... http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,660420,00.html
5. Kampf gegen die Ungläubigen
gukki 03.12.2009
Zitat von sysopAl-Qaida sieht sich als Speerspitze im Kampf gegen die Ungläubigen. In den Opferzahlen spiegelt sich das nicht wider. Eine Studie zeigt: Zwischen 2004 und 2008 tötete die Organisation zwar 371 Nicht-Muslime, gleichzeitig fielen ihr aber mindestens 2639 Muslime zum Opfer. Wen hat die Terrorgruppe wirklich im Visier?
Al-Qaida ist das Synomym für Widerstandskämpfer (oder Terrorist, je nach Standpunkt) gegen die USA und deren Verbündete. Nach ihrem "Riesenerfolg" mit 9/11 dürfte es heute kaum noch echte Al-Qaida Mitglieder geben. Außer in der Propaganda. Nur zur Erinnerung: Bush sprach von einem Kreuzzug, bis seine Berater das korrigierten in "Kampf gegen den Terror". Glauben Sie, das ist ein Unterschied für Amerika?
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