Mali Tote bei Angriff auf Uno-Friedenstruppen

Bewaffnete Männer haben in Mali Truppen der Vereinten Nationen attackiert. Mindestens 19 Menschen wurden getötet. Uno-Generalsekretär Guterres spricht von möglichen Kriegsverbrechen.

Uno-Blauhelme in Mali (Archivbild 2015)
AFP

Uno-Blauhelme in Mali (Archivbild 2015)


Bei Angriffen auf zwei Uno-Stützpunkte in Mali sind mehrere Menschen getötet worden. Bewaffnete hätten die Lager der Vereinten Nationen in Douentza und Timbuktu überfallen, teilte die Uno-Truppe Minusma mit.

Am Montagabend überfielen unbekannte Angreifer demnach ein Uno-Lager in Timbuktu. Bei dem Angriff und der anschließenden Verfolgung der Angreifer starben insgesamt 15 Menschen, unter ihnen fünf malische Wachtposten, ein Polizist und ein Zivilist.

Bei der Verfolgung der Angreifer seien Hubschrauber eingesetzt worden. Dabei wurden den Angaben zufolge sechs Angreifer getötet. Sieben Personen seien verletzt worden, unter ihnen auch mehrere Uno-Soldaten.

Schon am frühen Montagmorgen waren vier Menschen bei einem Überfall auf einen Uno-Stützpunkt in Douentza ums Leben gekommen. Minusma-Befehlshaber Mahamat Saleh Annadif nannte die Angriffe "abscheuliche Verbrechen".

Auch Uno-Generalsekretär António Guterres verurteilte die Attacken und betonte in einer am Abend in New York verbreiteten Erklärung, dass Angriffe auf Uno-Friedenstruppen nach internationalem Recht als Kriegsverbrechen gelten könnten.

In Mali kommt es immer wieder zu Attacken auf Blauhelme. Die Terrororganisation al-Qaida im Islamischen Maghreb (AQMI) und andere extremistische Gruppen sind vor allem im Norden Malis aktiv.

Der Blauhelm-Einsatz in Mali zählt zu den gefährlichsten Uno-Missionen weltweit. Mehr als 15.000 Uno-Soldaten und Polizisten bemühen sich um eine Stabilisierung des Landes, darunter 875 Bundeswehrsoldaten. Diese sind in der nordöstlichen Stadt Gao stationiert.

aar/dpa/AFP

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