Sprengsatz am Straßenrand Explosion in Mali tötet vier Uno-Soldaten

In Mali verstärken Uno-Truppen aktuell ihr Sicherheitssystem. Terrormilizen reagieren darauf mit mehr Angriffen. Nun sind vier Blauhelmsoldaten getötet worden.


Mindestens vier Soldaten der Vereinten Nationen sind in Mali bei der Explosion einer Bombe getötet worden. Nach Angaben der Uno-Truppe Minusma detonierte der Sprengsatz in der Region Mopti an einem Straßenrand, als ein Uno-Fahrzeug vorbeifuhr. Vier weitere Uno-Soldaten seien schwer verletzt worden.

Die Uno-Truppe in Mali verstärke gerade ihr Sicherheitssystem in Mittelmali, erklärte der Minusma-Chef Mahamat Saleh Annadif. "Die in die Ecke gedrängten Terroristen vervielfachen ihre Angriffe", sagte er.

Zuvor hatten die malischen Streitkräfte den Tod von mindestens sechs ihrer Soldaten bei der Explosion eines Sprengsatzes am Dienstag bei Dioura im Zentrum Malis bekanntgegeben. Der von den Ausläufern der Sahara geprägte weitläufige Norden des Landes ist Operationsgebiet von Islamistenmilizen. Diese weiten ihre Angriffe zunehmend auf das Zentrum des Landes aus.

Aber auch beim Vorgehen der malischen Regierung ist es zuletzt zu mehreren Toten gekommen. Die Regierung des Landes räumte ein, dass bei einer Durchsuchungsaktion der Armee vergangene Woche sieben Zivilisten getötet wurden. Sie kündigte eine Untersuchung an.

Die Stabilisierungsmission Minusma ist seit 2013 in Mali. Zu dem Einsatz gehören derzeit rund 11.700 Soldaten, 1740 Polizisten und 1180 Zivilisten, darunter 155 Uno-Freiwillige. Es kamen bereits mehr als 100 Soldaten in dem Einsatz um, Hunderte wurden schwer verwundet. Die Bundeswehr beteiligt sich mit bis zu 1000 Soldaten sowie mit Kampf- und Transporthubschraubern an der Truppe, die das Land stabilisieren soll.

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