Explosion bei Konzert Was wir wissen - und was nicht

Über die Hintergründe ist noch wenig bekannt, doch nach der Explosion bei einem Konzert in Manchester geht die Polizei von einem Selbstmordanschlag aus. Die Fakten.

Verletzte nach Explosion in Manchester
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Verletzte nach Explosion in Manchester


    • Bei einem Pop-Konzert in Manchester hat sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt.
  • • 22 Menschen kamen ums Leben, darunter Kinder. Rund 60 Personen wurden verletzt.
• Die Terrormiliz "Islamischer Staat" hat die Tat für sich reklamiert. Über die Hintergründe des Attentats ist allerdings noch wenig bekannt. Die Fakten im Überblick.

Das Konzert von US-Sängerin Ariane Grande in der Manchester Arena war gerade zu Ende gegangen, als sich mindestens eine Explosion ereignete. Diese soll nach Angaben der Ermittler ein Selbstmordattentäter verübt haben. Mindestens 22 Menschen starben. Der Überblick.

Was wir wissen:

  • Nach Angaben der Ermittler ist der Sprengstoffanschlag von einem Selbstmordattentäter verübt worden. Der Mann habe einen selbstgebauten Sprengsatz am Körper getragen und im Eingangsbereich der Halle zur Detonation gebracht. Er sei gestorben, als er seinen Sprengsatz gezündet habe.
  • Der Mann soll alleine agiert haben. Die Polizei prüft nun, ob er hinter ihm etwa ein Terrornetzwerk steht. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" reklamierte den Anschlag am Dienstagmittag in einer Mitteilung für sich.
  • Die Polizei gab am Dienstmittag bekannt, dass sie einen 23-jährigen Mann festgenommen hat. Er soll im Zusammenhang mit dem Anschlag stehen.
  • Mindestens 22 Menschen kamen ums Leben, darunter befindet sich auch ein achtjähriges Mädchen. Die rund 60 Verletzten sind in verschiedene Krankenhäuser transportiert worden, zwölf der Verletzten sind jünger als 16 Jahre.
  • Gegen 22.33 Uhr gingen Notrufe über mindestens eine Explosion nahe der Manchester Arena ein. Diese ereignete sich aber nicht in der Konzerthalle selbst. Die BBC berichtet unter Berufung auf Polizeiangaben, dass es eine Explosion im Foyer der Konzerthalle gegeben habe. Nach Angaben der Veranstalter hat sich die Explosion in einem öffentlichen Raum außerhalb der Konzerthalle ereignet.
  • Sprengstoffspezialisten haben bereits ihre Arbeit aufgenommen.
  • Der an die Arena angrenzende Bahnhof Victoria Station ist geschlossen worden und wird wohl auch den gesamten Dienstag geschlossen bleiben.
  • Sängerin Ariane Grande geht es einem Sprecher zufolge gut. Am Dienstagmorgen schrieb sie auf Twitter, sie sei "am Boden zerstört". "Aus tiefstem Herzen: Es tut mir so leid. Mir fehlen die Worte", schrieb die 23-Jährige.

Video: Bombenanschlag in Manchester

Was wir nicht wissen:

  • Ob die Todesopfer durch die Explosion ums Leben kamen oder womöglich bei einer Massenpanik, ist bislang unklar. Auf Videos ist zu sehen, wie Menschen in Panik aus der Halle fliehen.
  • Ob der Attentäter Teil eines größeren Netzwerks ist, das hinter dem Anschlag steht.
  • Wie viele Menschen sich zu dem Zeitpunkt des Anschlags in der Manchester Arena befanden, ist ebenfalls unklar. Das Konzert war gerade beendet worden, möglicherweise hatten schon einige Zuschauer die Halle verlassen. Unbekannt ist auch, ob das Konzert ausverkauft war. Maximal 21.000 Menschen passen in die Arena.
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Attentat auf Konzertbesucher: Großeinsatz in Manchester
Karte zum Anschlagsort
SPIEGEL ONLINE/ GoogleEarth

Karte zum Anschlagsort

max/dpa/Reuters/AFP



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