"Insider-Attacke" Afghanischer Soldat verletzt sieben US-Soldaten schwer

Bei einem Attentat in einem Feldlager von US-Truppen im Westen von Masar-i-Scharif wurden sieben US-Soldaten verletzt. Der Angreifer hatte sich offenbar in die Truppe eingeschlichen.

US-Soldaten in Afghanistan
REUTERS

US-Soldaten in Afghanistan


Bei einer sogenannten Insider-Attacke eines afghanischen Soldaten sind sieben US-Soldaten verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich im Lager Shaheen bei Masar-i-Scharif im Norden des Landes, wie die US-geführten Nato-Truppen in Afghanistan auf Twitter mitteilten.

"Sieben Soldaten verletzt, zur Behandlung evakuiert", hieß es in der Twitter-Botschaft. Ein afghanischer Soldat sei niedergeschossen, ein zweiter verletzt worden.

Sogenannte Insider-Attacken, bei denen sich feindliche Soldaten in Nato-Truppen einschleichen, um Attentate zu begehen, sind ein zentrales Problem in Afghanistan. Erst Mitte des Monats tötete ein afghanischer Soldat während eines gemeinsamen Militärmanövers im Osten des Landes drei US-Soldaten und verletzte einen weiteren.

Im Februar eröffnete ein afghanischer Soldat in der Unruheprovinz Helmand in Südafghanistan das Feuer auf US-Soldaten und verletzte drei von ihnen. Im März wurden in der südlichen Provinz Sabul acht Polizisten von Kollegen erschossen.

Der Vorfall im Lager Shaheen wird nun untersucht. Ein Sprecher des afghanischen Verteidigungsministeriums hatte zuvor von drei verletzten US-Soldaten gesprochen.

Die radikalislamischen Taliban machten in einer Erklärung zu dem Angriff eines "patriotischen afghanischen Soldaten" keine Angaben dazu, ob sie selbst hinter der Tat steckten.

Die Zahl der US-Streitkräfte in Afghanistan beläuft sich aktuell auf 8400, hinzu kommen rund 5000 Soldaten aus anderen Nato-Staaten. Medienberichten zufolge will das Pentagon die Entsendung von 3000 bis 5000 zusätzlichen US- und Nato-Soldaten beantragen.

koe/AFP



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