US-Waffenwahn: Der nette Nachbar mit dem Sturmgewehr

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Amerika trauert, weint, betet - und diskutiert über schärfere Waffengesetze. Doch trotz des Massakers von Newtown dürfte sich auch diesmal wenig ändern: Die nationale Seele ist zu eng mit dem Gewehr verbunden.

AFP

Nancy Lanza liebte ihren Garten - und ihre Waffen: "Waffen waren ihr Hobby", sagte ihr Gärtner Dan Holmes der "Washington Post". "Ihr gefiel die Unbeirrbarkeit des Schießens."

Lanza, 52, war gut bekannt im Ort. Sie nahm an Damenabenden teil und saß gern am Tresen der Kneipe "My Place". Nur selten sprach sie von ihrem stillen Sohn, den sie oft mit auf die Schießbahn nahm. Sie besaß drei Waffen - zwei Pistolen und ein Sturmgewehr der Marke Bushmaster, besonders beliebt beim Militär.

Es waren ihre eigenen Waffen, die Mrs. Lanza, die nette Frau von nebenan, zum ersten Opfer des Massakers von Newtown machten - und zugleich auf zynischste Art zur ungewollten Komplizin des Täters. Diese triste Verquickung, die erst am Samstag so richtig offenbar wurde, spiegelt die ganze Ausweglosigkeit der neuen, sinnlosen Debatte um Amerikas Waffenwahn.

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Amoklauf an der Sandy-Hook-Grundschule: Entsetzen in Newtown
Nach ersten Ermittlungen erschoss Nancy Lanzas Sohn Adam, 20, erst sie, bevor er in der Sandy-Hook-Schule mit dem Sturmgewehr seiner Mutter 26 weitere Menschen umbrachte, darunter 20 kleine Kinder, und dann sich selbst. Am Samstagabend gab der Gerichtsmediziner die Namen der Opfer bekannt. Als Connecticuts Gouverneur Dannel Malloy die Eltern informierte, brachen einige zusammen.

Amerika trauert, weint, betet. Die Menschen sprechen von Schicksal, von Tragödie, vom Teufel. Aber ist es keine höhere Gewalt, die da erneut über sie hereingebrochen ist. Es ist wieder mal die unausweichliche Folge einer nationalen Kultur, die nicht nur irre Spinner umtreibt, auf die sich leicht herabblicken ließe. Sondern auch nette, harmlose Nachbarn wie eben Mrs. Lanza, die ein Sturmgewehr im Schrank stehen hatte.

Gewehr gehört zum nationalen Selbstverständnis

Jetzt diskutieren die USA wieder über ihre Waffengesetze, wenn auch wahrscheinlich nur kurz und ergebnislos. Denn was sich wirklich ändern müsste (doch kaum wird), ist die Seele Amerikas, das seinen einst vorbildlichen, staatsbildenden Mythos "Freiheit" längst als das Recht missversteht, Schusswaffen zu Gebrauchsgegenständen wie Smartphones zu machen.

"Ich bin zur Erkenntnis gekommen, dass dies im wesentlichen die Art und Weise ist, wie wir in Amerika die Dinge haben wollen", schreibt Gregory Gibson, dessen Sohn Galen 1992 bei einem Amoklauf erschossen wurde, in einem traurigen Essay für die "New York Times". "Wir wollen unsere Freiheit, und wir wollen unsere Schusswaffen, und wenn wir die gelegentliche Schulschießerei erdulden müssen, so sei es."

Warum? Das Gewehr gehört seit jeher zum amerikanischen Selbstverständnis. Das war auch gut so, als Kolonialmächte, Pionierkämpfe und die Mär des bösen Zentralstaats die Leute noch bedrohten. Seither ist es im zivilen Leben jedoch tödlich kontraproduktiv geworden, trotz des zweiten Verfassungszusatzes, der jedem garantiert, "Waffen zu besitzen und zu tragen".

Heute scheint die Schusswaffe das Relikt einer Ära, die bald verronnen ist. Doch je schneller sie verrinnt, umso schneller greifen sie nach diesem Relikt. Genau das meinte der damalige Präsidentschaftskandidat Barack Obama, als er 2008 die Existenzangst einer - überwiegend weißen - US-Arbeiterklasse umschrieb: "Sie klammern sich an Waffen oder Religion oder Antipathie gegen Leute, die nicht sind wie sie."

American Dream ist nur noch eine Worthülse

Es war eine unglückliche, missverstandene, doch heute immer zutreffendere Formulierung. Denn Amerika steckt in einem tiefgreifenden Umbruch, der viele Menschen verunsichert hat.

Das "alte" Amerika, ihr American Dream, ist nur noch eine Worthülse, von Wahlkämpfern missbraucht. Das zeigte die Rezession, die die Illusion des Wohlstands für alle zerriss, und Obamas Wiederwahl, die ein demografisch neues Amerika manifestierte, in dem die Noch-Mehrheiten bald in der Minderheit sind.

Selbstbehauptung durch Waffengewalt: Das ist eine immer lautere Phantasie auf beiden Seiten, bei Tätern wie - vermeintlichen - Opfern. So werden nach jedem Amoklauf automatisch Stimmen laut, dass dies vermeidbar gewesen wäre, hätte doch nur jeder Waffen getragen.

Nicht strengere, nein, laxere Gesetze hätten das Newtown-Massaker verhindert, finden die Republikaner. "Der Unterschied zwischen Leben und Tod", formuliert es Jase Bolger, der Sprecher des Unterhauses von Michigan, das gerade ein Gesetz verabschiedet hat, welches das Tragen von Waffen an Schulen erleichtert.

Märchen der Selbstverteidigung

Auch Larry Pratt, der Chef der Waffengruppe Gun Owners of America, macht die relativ strengen Waffengesetze Connecticuts mit haftbar: "Die Befürworter von 'gun control' haben das Blut der kleinen Kinder an ihren Händen." Nur dank dieser Kontrollgesetze habe "kein Erwachsener in der Schule von Newtown eine Waffe gehabt" - um sich zu verteidigen.

Dieses alte Märchen der Selbstverteidigung ist populär bei der Pro-Gun-Lobby. Und statistisch widerlegt: Zivilisten, die zurückschießen, schießen meist daneben oder auf den Falschen. Stattdessen treffen sie Unschuldige. Etwa den schwarzen Teenager Trayvon Martin in Florida. Oder neulich den 17-jährigen Jordan Davis, erschossen an einer Tankstelle, weil er sein Autoradio zu laut aufgedreht hatte.

Der Wahnsinn geht weiter. Die Statistiken, wieder viel zitiert seit Freitag, sind bekannt: Amerika ist Weltmeister im Schusswaffentod. Jedes Jahr sterben dort etwa 30.000 Menschen durch Schusswaffen.

Jeder Fall lässt die Waffenkäufe nur noch hochschnellen. In den vier Julitagen nach dem Blutbad in einem Kino bei Denver stieg die Zahl der Background-Checks für Waffen in Colorado um 41 Prozent, von 2583 auf 3647. Nach der Schießerei in Arizona, bei der 2011 sechs Menschen umkamen und die Kongressabgeordnete Gabby Giffords schwer verletzt wurde, schnellten die Waffenverkäufe kurz sogar um 60 Prozent in die Höhe.

Die Macht der Waffenlobby

So tief verwurzelt ist die Waffengläubigkeit, dass keines der Dramen je zu einer richtigen Debatte führte. Im Gegenteil: Die öffentliche Meinung neigt zusehends den Waffen zu - und die Waffengegner, selbst so profilierte wie New Yorks Bürgermeister Mike Bloomberg, gelten als Spielverderber, Außenseiter, Neinsager.

Auch die Wortwahl offenbart den Wandel: Der Begriff "gun control" (Waffenkontrolle), so vermerkt Chefstatistiker Nate Silver von der "New York Times", sei in der Polit-Diskussion immer weniger gängig. Stattdessen gehe es immer mehr um "gun rights" - Waffenrechte.

Ein klarer Sieg der US-Waffenlobby NRA. Sie und ihre kleineren Gesinnungsgenossen haben rund drei Millionen Dollar in den jüngsten Präsidentschafts- und Kongresswahlkampf investiert, so viel wie seit 2000 nicht mehr. 96 Prozent flossen an republikanische Kandidaten.

Die NRA schaffte es im Alleingang, die nationale Gefühlslage politisch auszunutzen. Das begann am dramatischsten 1994, als der Brady Act, der das Waffenrecht verschärfte, die Republikaner so sehr mobilisierte, dass sie die Mehrheit im Repräsentantenhaus gewannen - zum ersten Mal in einem halben Jahrhundert.

Die Demokraten haben diese Lektion bis heute nicht vergessen. Das US-Justizministerium, so berichtet die "New York Times" am Samstag, verfasste nach dem Arizona-Attentat von 2011 eine detaillierte Liste mit Schritten, die die Waffenkontrolle hätte verschärfen können. Die Vorschläge seien jedoch schnell wieder auf Eis gelegt worden, auch wegen des Wahlkampfes.

Politik und Gefühl, eine unschlagbare Kombination. Wird Newtown das endlich ändern? Leute wie Bloomberg hoffen es. Andere wie der trauernde Vater Gregory Gibson sind skeptisch: "Wir tun uns das selbst an", schreibt er. "Eine furchtbare Schande."

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Amoklauf an der Sandy-Hook-Grundschule: Die Tragödie von Newtown

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28./29. April 1996: Tasmanien
35 Menschen fallen dem Amokläufer Martin Bryant auf der australischen Insel Tasmanien zum Opfer, darunter mehrere Kinder. In einem Café der ehemaligen Strafkolonie in Port Arthur schießt der geistig verwirrte Täter mit einem automatischen Schnellfeuergewehr auf die Gäste. Danach setzt er seinen Amoklauf auf der anderen Straßenseite fort.
13. März 1996: Dunblane, Schottland
Ein 43-jähriger Mann erschießt in der Turnhalle der Grundschule im schottischen Dunblane 16 Erstklässler und deren Lehrerin. Der Todesschütze begeht nach der Tat Selbstmord.
23./24. September 1995: Toulon, Frankreich
Ein 16-jähriger Schüler bringt nahe dem französischen Toulon insgesamt 13 Menschen um und tötet sich anschließend selbst. Erste Opfer am Abend des 23. September sind sein Stiefvater, sein Halbbruder und seine Mutter. Am nächsten Morgen setzt der Täter im Nachbarort seiner Heimatstadt den Amoklauf fort.
16. Oktober 1991: Killeen/Texas, USA
Im texanischen Killeen tötet ein Mann in einer Cafeteria 23 Menschen. Anschließend begeht er Selbstmord.
Dezember 1989: Montréal , Kanada
An der Polytechnischen Hochschule von Montréal kommt es zum schwersten Schulmassaker der kanadischen Geschichte. Der 25-jährige Marc Lépine erschießt 14 Frauen und verletzt 13 weitere Personen, bevor er sich selbst das Leben nimmt. In einem Schreiben nennt der Mann Hass auf Feministinnen als Motiv.
18. Juli 1984: Kalifornien, USA
In einem Schnellrestaurant in San Diego erschießt ein 41-Jähriger wahllos 21 Menschen. Er wird von einem Polizisten erschossen.
1. August 1966: Universität von Texas, USA
An der Universität von Texas schießt der Amokläufer Charles Whitman mehr als eine Stunde lang von einem Turm der Universität auf Passanten. Mindestens 17 Menschen werden getötet.
11. Juni 1964: Volkhoven bei Köln
Beim Attentat von Volkhoven bei Köln stürmt ein Wehrmachtsveteran eine Volksschule. Er fügt acht Kindern tödliche Verletzungen zu und ersticht zwei Lehrerinnen.