Melania Trump auf Afrikareise "Willkommen in Malawi - #KEINDRECKSLOCH"

Seit Dienstag ist die First Lady Melania Trump erstmals ohne ihren Gatten im Ausland unterwegs. In Malawi wurde sie nicht von allen begeistert begrüßt.

AP

Die First Lady der USA, Melania Trump, ist auf ihrer ersten großen Auslandsreise ohne ihren Mann nach ihrer Ankunft in Malawi erstmals auf Proteste gestoßen. In der Hauptstadt Lilongwe hielten Demonstranten am Straßenrand Poster, unter anderem mit der Aufschrift "#MELANIATOO" oder "Willkommen in Malawi. #KEINDRECKSLOCH".

US-Präsident Donald Trump war Anfang des Jahres in die Kritik geraten, als er Berichten zufolge einige afrikanische Staaten als Dreckslöcher bezeichnet haben soll. Bei einem Treffen mit Senatoren beider Parteien zum Thema Einwanderungspolitik soll Trump demnach wütend gefragt haben, warum die USA so viele Menschen aus "Drecksloch-Staaten" aufnehmen müssten. Trump schrieb daraufhin auf Twitter, es seien harte Worte gefallen, aber nicht diese. Die Afrikanische Union forderte eine Entschuldigung des Präsidenten.

Dass Donald Trumps Worte nicht vergessen wurden, zeigten die Demonstranten nun seiner Gattin. Es ist das erste Mal, dass Melania Trump als First Lady eine längere Auslandsreise ohne ihren Mann unternimmt. Allein ist sie bisher nur nach Kanada gereist. Bereits bei dem Auftakt ihrer Reise in Ghana hatte sich Trump ungewohnt entspannt, offen und freundlich gezeigt.

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Auch in Malawi erweckte die 48-Jährige beim Besuch einer Grundschule den Eindruck, dass das Solo-Reisen ihr gefalle. Die von ihr besuchte Schule mit durchschnittlich 110 Schülern pro Klasse wird von dem US-Hilfswerk USAID unter anderem mit Schulbüchern unterstützt. Trump will mit ihrem Besuch die Bildung und Gesundheit von Kindern fördern - Themen, mit denen sich auch ihre im Mai gestartete Initiative "Be Best" beschäftigt. Zunächst war die Kampagne jedoch in die Kritik geraten, da eine ihrer Broschüren der von Vorgänger Barack Obama glich.

Malawi wurde dem Weißen Haus zufolge als Reiseziel für Melania Trump ausgewählt, weil in dem ostafrikanischen Staat die Armut groß und der Zugang zu Bildung - vor allem für Mädchen - gering ist. Auf dem weiteren Programm von Melania Trumps Reise stehen Kenia und Ägypten.

kko/dpa



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