Streit über Menschenrechte Chef der iranischen Justiz wirft Europäern Sex-Propaganda vor

Das EU-Parlament hat Irans Umgang mit den Menschenrechten kritisiert. Teheran ist empört und teilt seinerseits aus. Der Chef der iranischen Justiz wirft den Europäern nun vor, sie würden in Iran Homosexualität und Promiskuität verbreiten.

Justiz-Chef Sadegh Laridschani: Er wirft dem Westen Arroganz vor
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Justiz-Chef Sadegh Laridschani: Er wirft dem Westen Arroganz vor


Die wütende Reaktion hat nicht lange auf sich warten lassen. Vergangene Woche hatte das Europäische Parlament die Menschenrechtsverletzungen in Iran kritisiert, die auch unter Präsident Hassan Rohani unvermindert weitergingen. Nun meldet sich Teheran zu Wort - und wie.

"Diese Erklärung ist wertlos und verdient keine Aufmerksamkeit", wetterte Irans Justiz-Chef Sadegh Laridschani am Donnerstag in einer Rede vor Beamten in Teheran. "Das zeigt die Arroganz des Westens." Zudem warf er der EU vor, Homosexualität und Promiskuität in Iran zu verbreiten, berichtete die britische Zeitung "The Guardian".

Homosexualität, außerehelicher Sex oder wiederholter Ehebruch können in Iran mit dem Tod bestraft werden. Das Europäische Parlament hatte in seiner Resolution unter anderem die "andauernde Unterdrückung und Diskriminierung auf Basis von Religion, Ethnie, Geschlecht oder sexueller Orientierung" kritisiert neben "systematischen Verletzungen von Grundrechten" wie der Beschränkung der Meinungsfreiheit oder der Hinrichtung von Minderjährigen. Das Parlament lobte, dass unter Rohani zumindest ein paar politische Häftlinge entlassen wurden.

Die Kritik aus Europa ist für Teheran ein sensibles Thema. Rohanis Kurs, mit dem Westen über Irans Atomprogramm ernsthaft zu verhandeln, ist umstritten. Das Misstrauen gegenüber dem Westen ist groß. Die Hardliner nutzen jede Gelegenheit, um dessen Absichten zu hinterfragen und Rohanis Politik zu torpedieren.

Außenminister Sarif versucht zu beruhigen

Am Wochenende hatte die europäische Menschenrechtskritik bereits in Irans Parlament für Aufruhr gesorgt. Die iranischen Parlamentarier sagten empört eine bereits geplante Delegationsreise nach Europa wieder ab.

Rohanis Außenminister Mohammed Dschawad Sarif versuchte daraufhin, die aufgebrachten iranischen Politiker zu beruhigen: Das Europäische Parlament habe weder die Kompetenz noch die moralische Autorität, um die internationalen Verhandlungen mit Iran zu beeinflussen. Die Resolution sei von Gruppen geschrieben worden, die den "Zionisten" nahe stünden, wie die israelische Regierung von Teheran manchmal bezeichnet wird. Sarif versicherte, er werde nicht zulassen, dass die Resolution irgendeinen Einfluss auf die Atom-Gespräche hätten.

Denn in seiner Resolution hatte das Europäische Parlament gemahnt, die Menschenrechtslage in Iran bei den Verhandlungen nicht zu vergessen. Bei den Atom-Gesprächen mit Iran, die im Mai fortgesetzt werden sollten, spielen Menschenrechtsbedenken keine Rolle. Es geht um technische Fragen. Noch immer ist man sich uneins, inwieweit Irans Atomprogramm beschränkt werden soll und inwiefern Teheran bereit ist, diese Beschränkungen international überwachen zu lassen.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton hatte bei ihrem letzten Besuch in Teheran allerdings auch sechs Oppositionsaktivistinnen getroffen, sehr zum Ärger der Iraner.

ras

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SethSteiner 10.04.2014
1. optional
Tja, ein offener Umgang mit Sexualität ist halt gesund. Wenn der Iran hinterm Mond lebt, ist das nicht die Schuld der bösen Europäer (wobei sich die Briten mit ihrem Pornofilter auch wie prüde Hinterwäldler benehmen. Der Iran darf sich ja gern abschotten, was das bringen soll, weiß zwar keiner aber Religion ist eben auch ein passendes, schwachsinniges Fundament für eine Rechtssprechung und Gesellschaft. Kurz, sie ist ungesund.
Badischer Revoluzzer 10.04.2014
2. Diese
haben alle ein Problem, das sie zwischen ihren Beinen haben. Sie sollten einfach mal in gutes Puff gehen. Sie träumen doch auch nach dem Tod von 49 Jungfrauen.
dadanchali 10.04.2014
3. nee
Zitat von sysopAPDas EU-Parlament hat Irans Umgang mit den Menschenrechten kritisiert. Teheran ist empört und teilt seinerseits aus. Der Chef der iranischen Justiz wirft den Europäern nun vor, sie würden in Iran Homosexualität und Promiskuität verbreiten. http://www.spiegel.de/politik/ausland/menschenrechte-in-iran-justiz-chef-wirft-europaeern-arroganz-vor-a-963630.html
Sehr geehrter Herr Laridschani, Homosexualität ist normaler als Ihr Aberglauben. Sex ist etwas sehr schönes, leider weiß Ihre Frau nichts davon.
Atheist_Crusader 10.04.2014
4.
Zitat von sysopAPDas EU-Parlament hat Irans Umgang mit den Menschenrechten kritisiert. Teheran ist empört und teilt seinerseits aus. Der Chef der iranischen Justiz wirft den Europäern nun vor, sie würden in Iran Homosexualität und Promiskuität verbreiten. http://www.spiegel.de/politik/ausland/menschenrechte-in-iran-justiz-chef-wirft-europaeern-arroganz-vor-a-963630.html
Geeenau. Europäische Stealth-Drohnen kreisen über dem Iran und verteilen über wichtigen Bevölkerungszentren große Dosen an "schwul". Andernfalls würde Homosexualität ja gar nicht entstehen. Die gibt es erst, seit wir Zugriff auf fortschrittliche Bio- und Gentechnologie haben. Im Mittelalter gab es schließlich nicht einen einzigen Christopher Street Day. Beweis erbracht. Böser Westen.
edmond_d._berggraf-christ 10.04.2014
5. Mit Persien kann es Putin den VSA für die Ukraine mehr als heimzahlen
Die VSA feixen ja seit geraumer Zeit damit, daß sie die Ukraine gegen Rußland aufrüsten wollen und die dortigen Knallchargen sind auch schon ganz begeistert von dem Gedanken den VSA als Kanonenfutter gegen Rußland dienen zu dürfen. Rußland sollte den VSA hier Gleiches mit Gleichem vergelten und als dankbarer Abnehmer von Waffenlieferungen bietet sich Persien ja geradezu an. Die Perser brauchen nämlich Flugabwehrsysteme, Antischiffsraketen, Jäger und vieles mehr, um sich den VSA erwehren zu können und im Gegensatz zur bankrotten Ukraine können sie mit schwerem Gold bezahlen, weil die Türken neuerdings ihr Öl aus Persien mit selbigem bezahlen müssen, dank der VS-amerikanischen Handelsverbote gegen Persien. Dadurch würde Rußland übrigens auch die Achillesverse der VS-amerikanischen Ölversorgung treffen, weil sich die Perser ja schon lange die saudischen Ölgötzen zur Brust nehmen wollen und Rußland auch Grund hat diesen eine Abreibung zu verpassen, weil sie die Kaukasuseiferer finanzieren. Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!
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