Besuch in Pompeji Merkel zwischen Trümmern

Angela Merkel ist keine Frau für Experimente: Wie in den Vorjahren macht die Kanzlerin Osterurlaub in Süditalien. Zu Beginn der Reise besuchte sie die Ruinenstadt Pompeji, nun folgen ein paar Tage Erholung auf Ischia.

Angela Merkel und Ehemann Sauer (li.) in Pompeji: Besuch in den Trümmern der untergegangenen Stadt
DPA

Angela Merkel und Ehemann Sauer (li.) in Pompeji: Besuch in den Trümmern der untergegangenen Stadt


Neapel - "Die Bundeskanzlerin spannt einige Tages aus" - mehr wollte Regierungssprecherin Christiane Wirtz am Freitag nicht über die Urlaubspläne von Angela Merkel verraten. Doch nun ist klar: Auch bei ihren Reisen setzt die CDU-Chefin auf Kontinuität. Wie schon in vielen Jahren zuvor verbringt die Kanzlerin ihren Osterurlaub in Italien.

Am Sonntag besuchte Merkel gemeinsam mit ihrem Ehemann Joachim Sauer die Ruinen von Pompeji. Die beiden waren etwa drei Stunden an der historischen Ausgrabungsstätte in der Nähe von Neapel, die zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Dies berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Die Kanzlerin persönlich habe die Eintrittskarten für sich und ihre Leibwächter bezahlt, hieß es weiter.

Anschließend sei Merkel auf die Mittelmeerinsel Ischia weitergereist, wo sie wie in den Vorjahren einige Tage im Dörfchen Sant'Angelo verbringen werde. Im vergangenen Jahr hatten dort Paparazzi der Regierungschefin aufgelauert und Fotos geschossen. Der Bürgermeister des Ortes und die Kanzlerin selbst, waren darüber gar nicht begeistert.

Eifersüchtige Köche in Sorrent

Merkels Liebe zu Ischia sorgt in anderen Orten für Eifersucht: Köche wollen sie mit einem speziellen Pasta-Gericht in die Küstenstadt Sorrent locken. Die Fedelini-Pasta - eine Art Spaghetti mit Sardellen, Walnüssen und Amalfi-Zitronen sei die Abwandlung eines Klassikers den schon der Italien-Reisende Goethe zu schätzen wusste, sagte eine Verbandssprecherin. Sie appelliert an die Kanzlerin: "Bitte geben Sie uns die Ehre und kommen Sie wenigstens einen Tag zu uns."

Wie lange Merkel in Italien bleiben wird, ist nicht bekannt. Sie selbst dürfte hoffen, dass die Reise nicht so schmerzhaft endet wie ihr Winterurlaub in der Schweiz. Damals stürzte die Kanzlerin beim Langlauf und verletzte sich am Becken. Wochenlang war sie daraufhin auf Krücken angewiesen.

syd/dpa



insgesamt 15 Beiträge
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Seite 1
ekel-alfred 13.04.2014
1. Vorbild Pompeji ?
Zitat von sysopDPAAngela Merkel ist keine Frau für Experimente: Wie in den Vorjahren macht die Kanzlerin Osterurlaub in Süditalien. Zu Beginn der Reise besuchte sie die Ruinenstadt Pompeji, nun folgen ein paar Tage Erholung auf Ischia. http://www.spiegel.de/politik/ausland/merkel-und-joachim-sauer-besuchen-pompeij-und-dann-ischia-in-italien-a-964194.html
Da kann sie sich schon mal anschauen, wie das "gemeinsame Haus Europa" enden wird.......
nameWarSchonVergeben 13.04.2014
2. Ich mag Merkel nicht
Aber für das Bild, das sie jetzt von Deutschland zeichnet, Jubel ich: die Kanzlerin der BRD lädt sich nicht ein oder lässt sich einladen, sondern zahlt wie alle anderen auch das Eintrittsgeld. Und hängt das nicht mal selbst an die große Glocke. Wenn alle Politiker so wären, gäbe es weniger Krisen auf der Welt. Auch wenn sie meine Stimme (aus anderen gründen) nicht bekommt: dafür ein großes danke!
maxzweistein 13.04.2014
3. Falsche Rubrik
Da die politische Relevanz dieses Artikels bei Null anzusiedeln ist gehört er in die Rubrik "Panorama". Und überhaupt, laßt die Leute doch in ihrem Urlaub in Frieden.
awoth 13.04.2014
4. Frage:
War es da ebenso voll, wie bei meinem letzten Besuch? Haben sie Eintritt bezahlt? Falls nicht: Wieso? Ist doch privat....
Andrea111 14.04.2014
5.
Wahrscheinlich werden die Italiener Frau Merkel auch noch für den Untergang Pompejis die Schuld geben.
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